Bremen - Jederzeit und überall online und erreichbar. Handy- und Internet-Flatrates machen es möglich – und den „Spaß“ für viele bezahlbar. Die nahezu überall präsenten Funknetze können ein Segen sein. Sie können aber auch zum Fluch werden. Das hat mittlerweile nahezu ein Drittel aller Schüler in Deutschland erfahren müssen, wie Untersuchungen besagen. Landesmedienanstalt, Polizei und Bremer Straßenbahn AG (BSAG) haben jetzt eine Aktion zum Thema Cybermobbing gestartet.
Ein Drittel der Schüler ist den Angaben nach Opfer von sogenannten Cybermobbing-Attacken geworden. Das können Beschimpfungen, aber auch Erpressungen und sexuelle Übergriffe sein, die unangekündigt und mit entsprechender Schockwirkung mittels der Social-Media-Kanäle über junge Menschen hereinbrechen. In solchen Fällen kommt es darauf an, dass die Betroffenen sofort richtig reagieren, um etwaige Folge-Angriffe zu vermeiden.
Oft fehlt den Jugendlichen und Eltern dazu die Medienkompetenz, sagen Dr. Gert Ukena (stellvertretender Direktor der Landesmedienanstalt), Polizeipräsident Lutz Müller und BSAG-Vorstand Hajo Müller. Hilfe zur Selbsthilfe sei gefragt. In einer Straßenbahn stellten sie die Kampagne „Du bist das Opfer, wenn Du Dich an Cybermobbing beteiligst!“ vor. Ab sofort sind 10 000-fach in den Bahnen der BSAG Griffstangenhänger zum Thema zu finden. Sie sind zum Mitnehmen und enthalten unter anderem die sechs wichtigsten Hinweise, wie man sich vor Cybermobbing schützen kann und wie man sich im Falle des Falles verhalten sollte. Von Experten ausgebildete jugendliche Scouts helfen beim Lösen ganz konkreter Probleme.
