Bremen
– Der Direktor des Bremer Bürgerparks, Werner Damke, ist gestern mit der Bremischen Medaille für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet worden. Ein wenig ergriffen, ein wenig verlegen reagierte Damke gestern auf die Medaille, die ihm von Senator Jörg Kastendiek (CDU) im Kaminsaal des Rathauses überreicht wurde. Und nahm dem Moment sogleich diese überhöhte Erhabenheit, die solchen Auszeichnungen meist innewohnt, indem er sich für seine stimmliche Schwäche entschuldigte. „Eine Frühblüherallergie – wie es sich für einen Parkdirektor gehört“, witzelte Damke.Das Bescheidene, Zurückhaltende und doch Erfolgreiche hatten Kastendiek und die Spitze des Bürgerparkvereins – Präsident Joachim Linnemann und Stellvertreter Walter Masserknecht – vorher bereits ausführlich beschrieben. Eine bisher nicht bekannte Episode in seinem Werdegang gab Damke selbst zum Besten: Vor rund 40 Jahren habe ihm sein damaliger Kunstlehrer in der Schule am Leibnizplatz („keine 1000 Meter von hier“) prophezeit: „Wenn ich Deine Fähigkeiten sehe, dann wirst Du Parkdirektor in Bremen.“ Das war dann 1989 soweit, mit 43 Jahren, nach einem Studium als Landschaftsarchitekt und 16 Jahren in der niedersächsischen und bremischen Verwaltung.
Die „echte Bremer Pflanze“ (Kastendiek) kümmert sich mit seinen Mitarbeitern um rund 200 Hektar Fläche in Bürgerpark und Stadtwald. Die Sanierung der Gebäude und Brücken gehören ebenso zum Geschäft des Bürgerparkdirektors wie die konsequente Verjüngung des dortigen Baumbestandes. Dabei stehen ihm und seinem Team ein wissenschaftlicher Beirat zur Seite.
