Bremen - Bei angenehmem Wetter hatten sich am Sonnabendnachmittag nach Angaben der Organisatoren 70 000 Zuschauer an der Weser versammelt, um die 17. „Haake-Beck Badeinsel-Regatta“ zu verfolgen. Aufgrund des Amoklaufs von München gab es einen Augenblick des Schweigens und Gedenkens.

Trotz ruhiger Verhältnisse auf der Weser kamen die Athleten beim „Badeinsellauf“ nicht allzu weit. Sie alle landeten entweder nahe dem Start oder im Anfangsbereich der aus 100 Badeinseln bestehenden Kette in der Weser. Am besten mit den wackelnden Badeinseln zurecht kam Volker Linz aus Stuhr. Er überquerte 22 Badeinseln und gewann 22 Liter Bier. Kurz darauf kamen die 117 Regatta-Teilnehmer mit dem Schiff an die Startposition und sprangen ins Wasser. Die meisten von ihnen gingen zum zweiten Mal an den Start. Sie waren schon 2015 dabei, als die Regatta kurz vor dem Startzeichen wegen einer Unwetterwarnung abgeblasen wurde.

Auch zum zweiten Mal dabei war Meike Sawatzki. Statt ihrer ursprünglichen Partnerin Rieke Kruhl ging sie diesmal mit Karen Lange an den Start. Beide stecken zurzeit im Klausuren-Stress und haben nur am Vortag kurz die Technik geübt. Vor dem Start hatten sie schon ein wenig zu kämpfen, als sie die schaukelnde Badeinsel mit der Startnummer 9 erklommen. Sie kamen immerhin ins Mittelfeld und hatten ordentlich Spaß.

„Einige Teams sind wie Künstler. Sie gleiten leicht über die Weser. Andere sind echte Malocher“, kommentierte Moderator Lou Richter. Eine besondere Herausforderung kurz nach dem Start waren die Pfeiler der Wilhelm-Kaisen-Brücke. Da hieß es lenken und der Platz auf der Weser war begrenzt. Am Ende der 1,6 Kilometer langen Strecke machten Hendrik Duijn aus Oldenburg und Jakob Strasser aus Vechta das Rennen. Mit einer Zeit von 24:32 Minuten erzielten sie das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Badeinsel-Regatta, nahe am Rekord von 23:31 Minuten.

Einen neuen Rekord gab es aber bei den Damenteams mit 27:39 Minuten – aufgestellt von Katharina Hagen und Jütte Rapke. Die beste Zeit bei den Mixed-Teams erreichten Denise Kromer und Timo Kuhnt mit 28:26 Minuten.