Bremen - Die Kabinen sind aufgebaut, die ersten sind bereits mit Betten und Schränken ausgestattet. Hier wird schon fleißig geputzt. An anderen Stellen türmen sich Pakete mit Bettwäsche. Helfer sind eifrig bemüht, alles für eine neue Asylunterkunft herzurichten – so wie sie es schon viele Male getan haben. Neu ist, dass ein ehemaliger Baumarkt zur Notunterkunft umgestaltet wird. 350 Asylsuchende finden hier in den nächsten Tagen Platz.

„Bei allem Bedauern darüber, dass wir immer noch viele Menschen in Notunterkünften unterbringen müssen, bin ich froh, dass wir ihnen hier immerhin ein festes Dach über dem Kopf bieten können“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) am Montag. Sie übergab die Unterkunft im früheren Max-Bahr-Baumarkt an der Tucholskystraße in Oslebshausen an die Malteser. Sie sind jetzt für den Betrieb verantwortlich.

Die 5000 Quadratmeter große Halle bietet Platz für knapp 100 Kabinen mit einer Grundfläche von etwa 35 Quadratmetern für fünf bis sechs Personen. Die Nebenräume im Bürotrakt dienen als Büro, Lager und ärztliches Behandlungszimmer. Auf dem Außengelände stehen acht Container mit 48 Duschen und acht WC-Container. Der Mietvertrag läuft über drei Jahre.

Für den Malteser Hilfsdienst ist die Notunterkunft an der Tucholskystraße nach einer Turnhalle in Hemelingen die zweite Einrichtung, die er betreut. Laut Geschäftführerin Angelika Gabriel stehen zunächst acht Hauptamtliche zur Verfügung, von denen vier selbst Zuwanderer sind. Die Mitarbeiterzahl soll sich auf 17 steigern. Ein Wachdienst ist 24 Stunden vor Ort. Die Bundeswehr hilft in der Asylunterkunft voraussichtlich bis Ende Februar mit.