Bremen - Die „Blue Eagles“ von der Europaschule des Schulzentrums Utbremen konnten vor Jubel kaum noch der Laudatio von Weserpark-Managerin Monika Mehrtens zuhören. Längst hatte ihnen die Projektbeschreibung verraten, dass sie Sieger des Wettbewerbs „Wie fair ist das denn?“ geworden sind. Für den „Fair-Trade“-Multimediawettbewerb hatten sich die Schüler der Bremer Sekundarstufen mächtig ins Zeug gelegt.

20 Projekte mit mehr als 100 kreativen Arbeiten wurden eingereicht. Am Freitag wurde es spannend, als gegen Mittag, wie bei einer „Oscar“-Verleihung, die Gewinner von ihren Laudatoren auf die Bühne gebeten wurden.

Vor vollen Kinorängen im „Cinestar“ wurden die Projektarbeiten auf der großen Leinwand vorgestellt. Lob und Applaus gab es reichlich.

„Bei den vielen, tollen Arbeiten haben wir zu den ausgeschriebenen fünf Plätzen mit attraktiven Sach- und Geldpreisen noch zusätzlich zwei Sonderpreise vergeben“, sagte die Center-Managerin. Die Arbeiten und Filme seien von hoher Qualität, heißt es.

Sie zeigten auf verschiedenen Wegen die Zusammenhänge von Armut und unfairen Preisen. Die Schüler präsentierten Zeitschriften, Interviews, Internetseiten und Filme. Im Film der Klasse F 12 des Schulzentrums Utbremen berichtet ein afrikanischer Junge von seinem Leben als Kaffeepflücker.

Die Klasse 12-1 des Schulzentrums Alwin-Lonke-Straße hatte sich unter anderem für einen Schwarzweiß-Stummfilm mit Klaviermusik und Texttafeln à la Charlie Chaplin entschieden.

Die Protagonistin wird im Kurzfilm von drei Schülerinnen der Klasse DQF12 der Europaschule Utbremen empfangen. Beim Blick in den Kleiderschrank ist Kindergewimmer zu hören.

Erst der Griff zum „Fair-Trade-Shirt“ beendet den Chor weinender Kinderstimmen, der so für den fairen Handel geworben hatte.