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NWZonline.de Region Bremen

Austausch: Botschafter schätzt gute Beziehungen

01.04.2014

Bremen Bremen und Russland haben sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts bei einem Besuch des russischen Botschafters Wladimir M. Grinin ihrer guten Beziehungen versichert. „Das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen“, sagte Grinin am Montag im Rathaus des kleinsten Bundeslandes. Zuvor hatte er sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen und sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Bremen und seinem Land bedankt.

Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) betonte: „Gerade in politisch nicht ganz einfachen Zeiten ist es wichtig, dass wir die Verbindungen, die wir haben, pflegen und weiterentwickeln.“

In der Bremer Kunsthalle konnte Grinin eine Sammlung von Skizzen und Zeichnungen betrachten, die der Isaaks-Kathedrale in St. Petersburg geschenkt werden sollen. Der Maler Johann Conrad Dorner hatte sie im 19. Jahrhundert in der Kathedrale angefertigt. Sie zeigen unter anderem Heiligenfiguren sowie Altarbilder.

Die Kunstwerke hatte die Familie von Klaus Pfaff geerbt. Mit Hilfe der Mäzene Karin und Uwe Hollweg können die Stücke über die Kunsthalle an die Isaaks-Kathedrale geschenkt werden. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) soll sie während der Deutschen Woche Ende April in St. Petersburg übergeben.

„Je öfter ich durch Deutschland reise, desto fester überzeuge ich mich, dass wir, Russen und Deutsche, aufs engste miteinander verflochten sind“, sagte Grinin. Das Leben des Künstlers Dorner, der etwa 20 Jahre in Russland verbracht habe, sei ein Paradebeispiel für eine jahrhundertelange und reiche Tradition der Zusammenarbeit.

Der sorgfältige Umgang mit der gemeinsamen Geschichte sei gut, um Vorurteile und Stereotypen zu überwinden. „Das hilft, uns bei der Bewertung verschiedener Ereignisse nicht von Klischees und Voreingenommenheiten leiten zu lassen, sondern von einer freundschaftlichen Einstellung gegenüber den Partnern auszugehen.“ Das sei angesichts der aktuellen politischen Situation wichtig.

Zum Auftakt des Besuchs standen Gespräche beim Raumfahrtunternehmen Astrium auf dem Programm. „Was ich gesehen habe ist einmalig. Das ist eine materialisierte Bestätigung der engsten Verbindungen zwischen Russland und Bremen“, so Grinin.

Bremer Unternehmen importierten nach Angaben des Statistischen Landesamtes im vergangenen Jahr Waren für gut 763 Millionen Euro aus Russland. An erster Stelle standen Mineralölerzeugnisse, die fast 71 Prozent der Importe ausmachten. Der Export belief sich auf mehr als 412 Millionen Euro. Autos, Lastwagen und Spezialfahrzeuge hatten mit gut 75 Prozent die größte Bedeutung.

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