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NWZonline.de Region Bremen

Stehende Ovationen für Carola Rackete

08.09.2019

Bremen Die Sea-Watch-Seenotretterin Carola Rackete setzt bei der Flüchtlingsrettung auf dem Mittelmeer auf die neue Regierungskoalition in Italien. Sie hoffe, dass bald wieder Rettungsschiffe in italienischen Häfen anlegen dürften, solange die Geflüchteten solidarisch auf Europa verteilt würden, sagte Rackete am Freitagabend auf dem 55. Bremer Kapitänstag vor über 300 Gästen in der Oberen Rathaushalle in Bremen. Für ihre Rede erhielt sie stehende Ovationen.

Rackete forderte in ihrer „Kapitänsrede“, dass die Seenotrettung von Migranten, die von Afrika nach Europa übersetzen wollen, wieder von staatlicher Seite übernommen werde. „Sie sollte nicht Aufgabe von privaten Organisationen sein.“ 2019 sei das Mittelmeer die tödlichste Seeroute der Welt geworden. „Wir haben keine Flüchtlingskrise, sondern eine Krise der Solidarität“, sagte sie. Der Klimawandel werde in Zukunft noch viel mehr Menschen zur Flucht zwingen.

„Die Seenotrettung macht mir keinen Spaß“, betonte sie. Sollte aber wieder ein Kapitän eines Rettungsschiffes ausfallen, würde sie wieder einspringen, so wie sie es bei der „Sea Watch 3“ gemacht habe. „Da sehe ich mich in der Verantwortung zu handeln.“

Mit der „Sea Watch 3“ und Dutzenden Flüchtlingen an Bord war die aus der Nähe von Celle stammende Kapitänin Ende Juni unerlaubt in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa eingelaufen. Gegen die Aktivistin wird in Italien wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt. Sie selbst beschuldigt Ex-Innenminister Matteo Salvini in einer Verleumdungsklage, Menschen in sozialen Medien zum Hass anzustacheln.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) stärkte Rackete Kritikern gegenüber den Rücken. Mit Blick auf ihre Flüchtlingsrettung sagte er: „Sie haben sich damals völlig richtig verhalten.“ Rackete stehe für ihre Ideale ein, sie „sollte uns allen ein Vorbild sein“.

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