BREMEN - Nicht Binnenschiffe, sondern Ruderboote auf der Bundeswasserstraße Weser. Nicht nur Leben am, sondern auch Leben auf dem Fluss. Aspekte, die in etwa vier Wochen zum Tragen kommen – beim nunmehr dritten Bremer Achter-Cup am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. September.

Klassisches Duell

„Die Schlachte ist ein Traum von einem Ruderstadion“, schwärmt Achter-Cup-Organisator Sebastian Franke. Ein Regattaspektakel mitten in der Stadt, zu dem – nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre – mehr als 10 000 Zuschauer erwartet werden: Das gibt es nur in Bremen. Entsprechend motiviert sind die Ruderer, in Bremen an den Start zu gehen – trotz einer Terminkollision. Am selben Wochenende nämlich ist auch die Ruder-Bundesliga-Abschlussregatta in Krefeld.

Dennoch werden zum Achter-Cup in Bremen etliche Teams erwartet, und es sind hochkarätige Achter darunter. Um das „Blaue Band der Weser“ kämpfen Ruderer aus fünf Ländern – so ist zum Beispiel die Nationalmannschaft aus Irland dabei. Der Titelverteidiger kommt aus Dänemark. Gemeldet sind auch die deutschen U19-Nationalmannschaften – Frauen wie Männer.

Die Organisatoren beim Bremer Ruderverein von 1882 planen zudem eines der klassischen britischen Oxford-Cambridge-Duelle. Schon zugesagt hat der Erste Achter vom Downing College in Cambridge. Mit den Ruderern vom St. Hilda‘s College in Oxford verhandeln die Bremer allerdings noch.

„Eine internationale Veranstaltung mit Universitätsmannschaften“ – so beschreibt Achter-Cup-Chef Günther Brandt die Bremer Regatta. „Wir wollen die Jugend nach Bremen holen.“

Rudertradition

Am Aufbau einer universitären Rudertradition ist auch die private Jacobs University in Grohn stark interessiert. Auf der Suche nach Teilnehmer-Teams schrieb sie weltweit an alle Universitäten, an denen gerudert wird. Noch können interessierte Achter sich anmelden.

Bei der Bremer Regatta, für die sich 100 ehrenamtliche Helfer engagieren, geht es an zwei Tagen über zwei Distanzen. Der Sonnabend ist der Langstreckentag. Ab 10.30 Uhr gilt es, die 4,2 Kilometer lange Strecke von der Erdbeerbrücke bis zu Radio Bremen (Faulenquartier) möglichst schnell zu schaffen. Über die Langstrecke qualifizieren sich die Teams für den 400-Meter-Sprint am Sonntag – dann wird von 10 bis 15 Uhr in Höhe der Schlachte gerudert. Die Siegerehrung am Martinianleger beginnt schließlich um 15.45 Uhr.

Ein Rahmenprogramm gibt es auch – wie etwa den Drachenboot-Cup am Sonntag. Außerdem: In Kooperation mit dem Landessportbund präsentieren sich Bremer Sportvereine.

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