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NWZonline.de Region Bremen

Ruhe und Kraft sind gefragt

03.09.2018

Bremen Der Morgen beginnt früh am Bremer Airport. Schon um 3.30 Uhr legen die ersten Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes los. Kurz danach checken bereits die ersten Fluggäste ein. Um halb fünf beginnt die Schicht von Bodenverkehrsdienstleister Frank Buchwalder (56).

Seit 20 Jahren ist er auf dem Flughafen und kennt alle Arbeiten des Bodenverkehrsdienstes. Er ist für 80 Mitarbeiter zuständig, die an sieben Tagen die Woche Zweischichtbetrieb ermöglichen.

Um fünf Uhr morgens haben die ersten Koffer schon ihre Reise angetreten. Nachdem ihre Besitzer sie abgegeben haben, landen sie bei den Gepäckverteilungsanlagen. Die jeweils vier Mitarbeiter in den beiden Kofferhallen heben die Koffer vom Band und wuchten sie auf Anhänger. Ab sechs Uhr starten die Flugzeuge im Fünf-Minuten-Takt bis 6.30 Uhr.

Per Hand verladen Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes die Koffer auf Fahrzeuge mit Förderbändern. Buchwalder hatte seinen ersten Tag am Flughafen an der Gepäckverladung. „Nach dem ersten Flieger hat man mich gefragt: Bleibst Du oder nicht?“, erzählt er. „Nach einer Woche weiß man, wo die Muskeln sitzen. Dann geht es besser.“ Er ist geblieben. „Wenn man einmal Kerosin geschnuppert hat, kann man nicht mehr anders“, sagt er.

Das Bodenverkehrsdienstpersonal verlädt die Koffer nach einem strengen Plan, damit das Flugzeug im Gleichgewicht bleibt. „Man muss morgens hellwach sein“, sagt Buchwalder.

Die eingeplante Zeit am Boden ist mitunter kurz. Eine der Turkish-Airlines-Maschinen hat nur 35 Minuten Standzeit. Nach der Landung tickt die Uhr: Reinigungskräfte machen sauber. Teams pumpen Schmutzwasser ab und prüfen die Toiletten. Die nächsten Passagiere steigen über die Gangway ein. Dann geht es zurück nach Istanbul.

Der Ramp-Agent prüft alle Arbeiten am Flugzeug, während es steht. Dann schiebt er es von der Parkposition. Lenkt der sogenannte Pushback-Fahrer nach links, bewegt sich das Flugzeug nach rechts und umgekehrt. „Pushbackfahrer lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, denn sie wissen, sie haben Millionenwerte am Haken“, sagt Buchwalder. Dann zieht der Ramp-Agent einen Pin. Die Steuerung geht aufs Flugzeug über. Daumen hoch, Abflug.

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