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Aktion: Ihr Herz hängt an der Heimat

18.08.2018

Bremen Eigentlich läuft der Betrieb schon seit Mitte Juni, doch jetzt ist es auch offiziell eröffnet: das neue RTL-Kinderhaus im Brennpunkt-Stadtteil Gröpelingen. Gestern durchschnitt RTL-Sportreporterin Laura Wontorra (29), Tochter des Bremer Sportmoderators Jörg Wontorra, ein buntes Band am Eingang des Gemeindezentrums St. Nikolaus.

„Ich bin stolz, glücklich und dankbar. Es ist ein tolles Projekt. Die Kinder hier im Stadtteil brauchen Hilfe“, sagt Wontorra „Sie brauchen einen Platz, wo sie hingehen können. Hier haben sie ein Haus zum Spielen und wo sie bei ihren Hausaufgaben betreut werden.“

Kosten vorerst gedeckt

Um das zu ermöglichen, hat Wontorra als Projektpartnerin von „RTL – Wir helfen Kindern“ den Spendenmarathon unterstützt. Nun ging eine Spende von 100 000 Euro an den Caritasverband Bremen. Das Geld deckt die laufenden Kosten für ein Jahr. Kids im Alter von sechs bis zwölf Jahren werden hier nach der Schule betreut, zur Zeit von 14 bis 18 Uhr. In den Ferien waren jeweils etwa 20 Kinder da. Mit dem Schulbeginn könnten es mehr werden, so Caritas-Direktor Martin Brockmann.

Für Laura Wontorra war sofort klar, dass sie dabei ist, als sie wegen des Bremer Projektes angesprochen wurde. Der von der Caritas für das Kinderhaus ausgesuchte Ort ist ihrer Meinung nach optimal. Sie war bereits im vergangenen Herbst vor Ort und begleitete den neunjährigen Alen. „Seine Mutter hat gearbeitet. Er war zu 90 Prozent alleine zu Hause. Das hat mich getroffen. So geht es vielen Familien in Deutschland“, erzählt Wontorra. „Hier können die Kinder nach der Schule weiter zusammen sein. Das ist besser als Fernsehen oder an einer Konsole zu zocken. Hier können sie spielen und haben Betreuung. Und sie kommen nicht noch auf dumme Gedanken.“ Derweil hat die elfjährige Rojahr ihr Gesicht rot angemalt – für eine Theatervorstellung am Nachmittag. „Ich male und spiele hier gerne“, sagt sie. „Und ich rede auch gerne mit den Betreuern.“

Verbundenheit zu Bremen

Laura Wontorra lebt in Köln, hängt aber noch an Bremen. „Als ich zwei Sekunden alt war, nahm mich mein Vater und hielt mich ans Fenster. Er sagte, ich werde Dir die Welt zeigen. Mit dem Weserstadion fange ich an.“ Sie habe Eltern und Großeltern in Bremen, komme aber leider nur noch zu Besuch, wenn sie Termine in der Stadt habe.

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