BREMEN - BREMEN - Im Inneren des „Wals“ tobten am Sonnabend bis in die späte Nacht Tornados, es bebte die Erde und Vulkane spuckten Feuer. Der Aktionstag mit der langen Wissenschaftsnacht im Bremer Wissenschaftscenter Universum galt dem „Internationalen Tag der Erde“.
Die Amerikaner haben ihn erfunden: 1970 erklärte die US-Regierung den 22. April zum „Tag der Erde“. Zu diesem Anlass hatte das Universum bis Mitternacht geöffnet und bot diesmal ein ganz besonderes Programm an.
Wer sich aus dem Erdinneren, dem Eingangsbereich des „Wals“, an die Erdoberfläche im dritten Geschoss vorgearbeitet hatte, konnte in den „Rock-Shows“ erleben, was passiert, wenn das geschmolzene Erdinnere Staudämme und Granitsteine an die Oberfläche drängt. Experimente rund um die Eruptionen der Vulkane faszinierten das Publikum.
Im Erdgeschoss wechselten Vorträge und Filme einander ab. „Ökosystem Erde – Wie hängen die Dinge zusammen?“ oder „Vulkane und Erdbeben“ lauteten die Titel der Referenten, während auf der Leinwand der Mount Everest, die Sahara und diverse Korallenriffe ihre Einzigartigkeit offenbarten. Die Expeditionen „Mensch“, „Erde“ und „Kosmos“ beschäftigten große und kleine Besucher mit einer Vielzahl von Experimenten: Luftblasen erscheinen unter Wasser wie Quecksilber, der Betrachter sieht sich selbst als farbiges Wärmebild und unter einem gigantischen Granitstein liegend, erfährt der Neugierige wie Angst entsteht.
Merkmale wie Augen-, Haar- und Hautfarbe machen jeden Menschen zu einem unverwechselbaren Individuum, dessen genetische Informationen einen großen Stapel Telefonbücher füllen würde.
Während gestandene Väter in den Plexiglasflussläufen Staudämme errichteten, trauten sich die jüngsten Besucher, einen echten Tornado in Luft aufzulösen. Im Experimentier- und Bastelraum bauten sich begeisterte Kinder und Erwachsene Flaschen-Tornados zum Mitnehmen.
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