BREMEN - Wie war das früher, als die Menschen ihre Notdurft aus Abtrittserkern direkt in die Weser plumpsen ließen? Als die Schiete aus dem Stadtgebiet durch eine Klappe in der Weserbrücke gekippt wurde – dicht neben dem großen Schöpfrad, das Bremen mit Wasser versorgte? Und wie gelang es „Schieten-Alfes“ Ende des 19. Jahrhunderts, daraus Gold zu machen?
Bei einem Rundgang durch das Technikmuseum „Altes Pumpwerk“ erfahren die Gäste an diesem Sonntag, 11. April, zwischen 13 und 20 Uhr in fachkundigen Führungen viel Interessantes und Amüsantes über die Entwicklung der Stadthygiene und Abwasserentsorgung. Das 1916 erbaute Gebäude mit seinen gewaltigen Pumpenaggregaten steht übrigens als Zeugnis der Industriegeschichte unter Denkmalschutz.
Am Sonntag gibt es neben der leicht anrüchigen Materie der Abwasserentsorgung in der historischen Pumpenhalle auch unterhaltsame Überraschungen: Um 16 Uhr zaubert „Friedrich der Zaubererrr“ für Kinder und Erwachsene aus seinem Programm „Hokus-Pokus-Omnibus“. Um 18 Uhr singt „Nagelritz“, der musizierende Seemann, sehnsüchtige und frivole Texte von Ringelnatz, begleitet auf seinem Schifferklavier.
