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NWZonline.de Region Bremen

22-Jähriger wegen versuchten Totschlags vor Gericht

03.07.2019

Bremen Ein 22-jähriger Mann muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags vor dem Bremer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Ende Dezember 2018 nach einem Streit auf einen ebenfalls 22-Jährigen eingestochen zu haben. Nur durch eine Not-Operation retteten Ärzte das Leben des Opfers.

Am Prozessauftakt fasste Staatsanwalt Arne Kluger zusammen, was dem Angeklagten zur Last gelegt wird. So soll der Mann am 30. Dezember vergangenen Jahres zusammen mit dem späteren Opfer zunächst in einer Straßenbahn in Streit geraten sein. Kurz nach fünf Uhr morgens erreichten beide die Haltestelle „Düsseldorfer Straße“ im Stadtteil Osterholz. Laut Kluger stritten sich beide Männer lautstark, kurze Zeit später schlugen sie aufeinander ein. Dann stach der Angeklagte mit einem Messer (Klingenlänge 14 Zentimeter) mehrfach auf den Mann ein und traf ihn dabei im Bauchraum, an Oberschenkel, Hals und Kinn. „Der Geschädigte rief: ,Hör’ auf damit! Hör’ auf!“, doch der Angeklagte stach abermals auf ihn ein“, schilderte Kluger weiter. Erst als dem Angeklagten bewusst geworden sei, dass sein Gegenüber lebensgefährlich verletzt sei, ließ er ab und flüchtete vom Tatort. Einen Tag später nahmen Polizei- Spezialkräfte den Mann fest.

Warum es zum Streit kam, wurde am Montag nicht klar. Der 22-Jährige äußerte sich nicht. Fest scheint nur zu stehen, dass beide Männer sich vor der Tat kannten und es eine „Auseinandersetzung im persönlichen Bereich“ gewesen sei, so eine Polizeisprecherin in einer Meldung vom 2. Januar dieses Jahres. Der Angeklagte wird sich voraussichtlich am nächsten Verhandlungstag (Mittwoch, 10. Juli) äußern.

Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu zehn Jahre Haft. Auch ein psychiatrischer Sachverständiger begleitet den Prozess. Er soll in einem Gutachten Aufschluss über die Schuldfähigkeit des Angeklagten geben. Sollte eine psychische Erkrankung festgestellt werden, kann auch die Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie angeordnet werden.

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