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Architektur Energie-Bilanz mit Gold-Standard

Elisabeth Gnuschke

BREMEN - Der vierte Architektenwettbewerb der Entwicklungsgesellschaft Justus Grosse für Wohnen in der boomenden Bremer Überseestadt ist entschieden: Der Entwurf des Architektenbüros Hilmes Lamprecht (Bremen) wurde von der Jury einstimmig zum Sieger gekürt.

Ziel des Wettbewerbs, so erläuterten die Grosse-Geschäftsführer Clemens Paul und Joachim Linnemann am Dienstag in der Überseestadt, war nicht nur ein hochwertiger Architektenentwurf. Vielmehr sollte das Thema „Green Living“ (grünes Leben) hohe energetische, ökologische und wirtschaftliche Anforderungen beinhalten.

„Der Zeit voraus“

„Unser Bestreben ist, der Zeit voraus zu sein“, betonte Clemens Paul. Bei der Energiebilanz werde der „Gold-Standard“ angestrebt. Bereits beim Bau werde streng auf die Umwelt geachtet. So werde möglichst heimisches Material verwendet, zum Beispiel fürs Parkett hiesiges Holz. Der Energieverbrauch werde fast halbiert. Zudem sei das Material recycelbar, sollte das Gebäude einmal abgerissen werden. „Es soll auch in 30 Jahren noch nachhaltig sein“, sagte Paul.

Die Jury unter Vorsitz des dänischen Architekten Prof. Carsten Lorenzen war mit acht Experten und zehn Beratern besetzt. Acht Büros waren zur Teilnahme eingeladen worden. Die Stadt, der die 3 000 Quadratmeter an der Einfahrt zum Europahafen zunächst gehörten, wollte ökologisches Wohnen, „aber nicht am obersten Preisrand“, wie Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing betonte.

Grosse hat das Grundstück inzwischen erworben. Das Unternehmen, das als erstes mit Wohnungsbau in den alten Hafenrevieren loslegte und inzwischen alle 150 Wohnungen komplett verkauft oder vermietet hat, überzeugte Bremen mit dem Gedanken „Green Living“. Und das Architektenbüro Hilmes Lamprecht, das auch für den „Landmark-Tower“ verantwortlich zeichnet, überzeugte wiederum die Jury mit zwei Gebäuden, die durch zeitlose Eleganz geprägt sind. Bodentiefe und deckenhohe Fenster sowie geschützte Balkone fallen auf.

Versetzbare Wände

Innen ist das Gebäude äußerst flexibel. Festgelegt sind Bad- und Küchenbereich, die Wände sind versetzbar. Entstehen sollen 46 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen direkt am Wasser. Sie werden verkauft, auch „sehr, sehr günstig“, wie Linnemann und Paul sagten. Genauer wollten sie sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Hoher energetischer Standard, aber nicht teurer als übliche Bauten – auch das war eine Voraussetzung beim Wettbewerb.

Elf Millionen Euro (samt Grundstück) investiert das Unternehmen Grosse in das Projekt „Green Living“. Baubeginn soll nach den Sommerferien sein. Voraussichtlicher Fertigstellungstermin: Herbst 2012.

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