BREMEN - BREMEN/KUZ - Zeitreise: Wir begeben uns in eine Welt, in der es kein Telefon gab, kein Fax und kein Internet. Ein Bedürfnis nach Kommunikation aber gab es schon – nicht allein privat, sondern auch beruflich. In dieser Zeit wurde die Briefmarke erfunden. Auch Bremen führte sie ein.

Denn das wichtigste Kommunikationsmittel war der Brief. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts setzten sich Briefkästen durch. Viele wurden mehrmals täglich geleert. Die erste Briefmarke erschien 1840 in England. Damit konnten Absender die Leistung der Post bequem im Voraus bezahlen.

Am 10. April 1855 gab Bremen seine erste Briefmarke heraus. Das Focke-Museum würdigt diesen Jahrestag mit einer Ausstellung. Sie wurde gestern eröffnet und dauert bis zum 17. April.

Die Schau mit dem Titel „Bremen zeigt Zähne“ vereint sämtliche Bremen-Marken, die bis Ende 1867 erschienen sind. 1868 übernahm der Norddeutsche Bund den Postdienst. Der Ausstellungstitel allerdings führt ein wenig in die Irre: Die ersten Marken hatten keine Zähne. Sie waren nicht perforiert. Der Postbeamte schnitt sie mit einer Schere aus dem Bogen heraus.

Im Focke-Museum sind seltene Bogenteile, Stempel und aussagekräftige Briefe zu sehen – darunter viele Prachtstücke. „Preziosen“, sagt der stellvertretende Direktor Dr. Alfred Löhr.

Mehr Infos im Internet unter www.focke-museum.de