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NWZonline.de Region Bremen

Ausstellung: Rassistische Heimerziehung in NS-Zeit

15.10.2018

Bremen Die „Galerie im Park“ auf dem Gelände des Klinikums Ost, Züricher Straße 40, dokumentiert erstmals mit einer Ausstellung, wie der Alltag von Jugendlichen in den Heimen der evangelischen Jugendfürsorge in der Hansestadt zwischen 1933 und 1945 aussah.

In Kooperation mit dem Diakonischen Werk ist die Ausstellung „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“ vom 21.  Oktober bis zum 24. Februar 2019 zu sehen. Der Titel stammt aus einem Lebenslauf (1934) von Helmut Bödeker. Den Rechtschreibfehler haben die Ausstellungsmacher übernommen. Bödeker, „Zögling“ aus dem Ellener Hof, starb eines gewaltsamen Todes. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Biografien von Betroffenen. Die Schau zeigt die dramatischen und zum Teil tödlichen Folgen der Aussonderung aus der „Volksgemeinschaft“, so die Organisatoren. Kuratorin ist die Kulturwissenschaftlerin Gerda Engelbracht.

Das Diakonische Werk hatte sie mit einer Studie zum Thema beauftragt. Engelbracht fand in jahrelangen Recherchen heraus, dass auch in Bremen die Heime der evangelischen Jugendhilfe und Fürsorgeerziehung tief in die gewalttätige und rassistische Ideologie der Nationalsozialisten verstrickt waren.

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Zu den Fürsorge-Einrichtungen zählten das St.-Petri-Waisenhaus, der Ellener Hof, das Marthas-Heim, das Isenberg-Heim und das Mädchenwaisenhaus an der Schwachhauser Heerstraße. Andere Jugendliche wurden in Fürsorge-Einrichtungen geschickt, ab 1940 auch in die Jugendkonzentrationslager Moringen bei Northeim und Uckermark in Brandenburg. Einrichtungen wie der Ellener Hof und das St.-Petri-Waisenhaus hätten die nationalsozialistische Auslesepolitik vorangetrieben, sagte Engelbracht. „Dem Diakonischen Werk ist es ein Anliegen, Lebensgeschichten im Rahmen dieser Ausstellung beispielhaft in Erinnerung zu rufen“, sagte Landesdiakoniepastor Manfred Meyer. Die Galerie hat mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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