Bremen - Sie lächelten über das ganze Gesicht: Die Sparkasse Bremen hat den „Bremer Unternehmer“ des Jahres 2018 gekürt. Yasemin und Frank Vierkötter vom Bauträger „Interhomes“ wurden von der Jury als Gewinner auserkoren. Der Gründerpreis ging in diesem Jahr an Lisa Fischer und Marc Fiedler von „Blackout Technologies“, die mit ihren intelligenten Assistenzsystemen die Technik von morgen revolutionieren wollen.
Es war 1968, da gründete sich das Unternehmen „International Homes“. Genau 50 Jahre später hat sich nicht nur der Name in „Interhomes AG“ gewandelt und ein rundes Jubiläum steht vor der Tür – auch dürfen sich die Verantwortlichen über den Preis „Bremer Unternehmer 2018“ freuen.
Die Firma, die sich dem Bau von Wohnhäusern aller Art verschrieben hat, beschäftigt mittlerweile 200 Mitarbeiter und ist von Bremen längst hinaus in die Welt gegangen. Das Unternehmen erwirtschafte 2016 einen Jahresumsatz von rund 137 Millionen Euro. Im Portfolio finden sich fast 600 verschiedene Haustypen, mehr als 12 000 Familien ließen sich seit Gründung ein Eigenheim oder eine Wohnung durch „Interhomes“ bauen. Immer im Fokus: „Bezahlbarer Wohnraum steht seit jeher im Mittelpunkt unserer Philosophie“, so Frank Vierkötter.
200 Mitarbeiter beschäftigt „Blackout Technologies UG“ noch nicht. Rasant verlief der Aufstieg der Firma, die Ende 2016 von Marc Fiedler (32) gegründet wurde, dennoch. Heute arbeiten am Firmensitz in der Nähe des Bremer Flughafens neun Angestellte, bis zum Ende des Jahres soll auf etwa 20 aufgestockt werden, hofft der gebürtige Düsseldorfer Fiedler.
Zusammen mit seiner Freundin Lisa Fischer (28) entwickelt er lernfähige digitale Assistenten, die unter anderem in Robotern wie „Pepper Luna“ eingesetzt werden. Diese Roboter werden beispielsweise auf Messen genutzt, interagieren mit Besuchern und führen diese zu Messeständen. Besonders an der Technik ist unter anderem, dass „Pepper Luna“ in der Lage ist, eigenständig zu navigieren, Gesichter zu erkennen und sich diese zu merken. Aber auch Telefonieren sei mit der im Roboter verbauten Software möglich. Fiedler und Fischer hätten die Jury besonders mit der „Stimmigkeit des Konzepts“, „hohem Innovationsgrad“ und „regionalwirtschaftlicher Bedeutung“ überzeugt, sagte Ralf Stapp von der Bremer Aufbaubank. Der „Gründerpreis“ ist mit 10 000 Euro dotiert – so viel kostet in etwa der „kleine Bruder“ von „Pepper Luna“, namens „Pluto“.
