BREMEN - Die Arbeitsplätze im Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn in Sebaldsbrück müssen erhalten bleiben. Darin stimmen die Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft überein.

Die Situation im Sebaldsbrücker Werk wurde am Mittwoch im Parlament während der Diskussion um die Vergabe des S-Bahn-Netzes rund um Bremen in der Aktuellen Stunde erörtert. Auf Antrag der CDU war das Thema auf die Tagesordnung gehievt worden.

Nach der Vergabe-Entscheidung an die Osnabrücker Nordwestbahn AG hatte die Deutsche Bahn angekündigt, das Werk möglicherweise zu schließen. Das hatte auch zu Kritik am S-Bahn-Vergabeverfahren geführt. „Es gibt keinen Anlass, am Vergabeverfahren etwas auszusetzen“, sagte der CDU-Abgeordnete Dieter Focke. Er bewertete es allerdings als skandalös, wie die Deutsche Bahn versucht hätte, in das Verfahren einzugreifen. Man dürfe sich von der Deutschen Bahn nicht erpressen lassen. Auch die FDP nannte es unanständig, dass die Deutsche Bahn nach verlorener Ausschreibung plane, das Werk im Stadtteil Sebaldsbrück zu schließen, auch wenn es in der Vergangenheit immer mal wieder ein Wackelkandidat gewesen sei.

Der SPD-Abgeordnete Wolfgang Jägers, kritisierte, dass das Verfahren nicht transparent gewesen sei. Er forderte, dass bei der Vergabe nicht das billigste, sondern das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag hätte erhalten sollen. Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne) konterte: „Das Verfahren ist immer transparent gewesen, die Kosten sind jeweils zur Hälfte zwischen Niedersachsen und Bremen aufgeteilt.“