• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Ryanair verabschiedet sich aus Bremen

02.10.2018

Bremen Die irische Airline Ryanair will ihre Basis am Flughafen Bremen Anfang November schließen. Das Unternehmen bestätigte auf Anfrage eine Meldung des Branchenmagazin „Airliners“. Beide Flugzeuge, die bisher fest in Bremen stationiert sind, würden laut Airline-Chef Michael O’Leary abgezogen.

„Die meisten“ („most“) bisherigen Routen ab Bremen sollen weiterbedient werden, wie es weiter hieß – mit Flugzeugen von anderen, nicht in Deutschland liegenden Basen. Von Bremer Flugstreichungen betroffene Kunden seien per E-Mail oder SMS informiert worden.

Neben der Basis in Bremen will Ryanair auch den Standort im niederländischen Eindhoven schließen. Auch hier sollen aber die meisten Routen laut der Fluggesellschaft weiter bedient werden. An der Basis im niederrheinischen Weeze soll die Zahl der dort stationierten Flugzeuge von fünf auf drei reduziert werden. Die Schuld an den Streichungen gibt Ryanair den Piloten, die in den vergangenen Monaten mehrfach gestreikt haben, sowie stark angestiegenen Kerosinpreisen.

In Bremen sind nach Angaben der Gewerkschaft „Verdi“ 90 Mitarbeiter bei Ryanair beschäftigt – überwiegend Crew-Mitglieder, aber auch einige Techniker. Sie sollen zu Anfang November versetzt werden und angeben, an welchen Standorten sie künftig tätig sein wollen.

„Verdi“ warf der Airline vor, die Verlegung sei „ein Vergeltungsschlag“ für die jüngsten Streiks. „Wir fordern Ryanair auf, diese Entscheidung sofort zurückzunehmen und nicht die Existenz der Beschäftigten zu bedrohen“, sagte „Verdi“-Bundesvorstand Christine Behle.

Die Fluggesellschaft senkte am Montag zudem ihre Prognose für das laufende Jahr. Ryanair-Aktien verloren kräftig an Wert. Der Gewinn dürfte im Geschäftsjahr 2018/19 (Ende März) bei 1,10 bis 1,20 Milliarden Euro liegen, teilte Ryanair mit. Bislang war der Konzern von 1,25 bis 1,35 Milliarden ausgegangen.

Als Grund für die Senkung gab Ryanair die Streiks in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien und Portugal an. Allein am Freitag waren wegen der Ausstände bei Flugbegleitern und Piloten 250 Flüge ausgefallen. Das Personal will höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen erreichen.

Laut O’Leary musste der Billigflieger nun ein geringeres Buchungsaufkommen für Herbstferien und Weihnachtssaison verkraften. Auch die Ticketpreise fielen niedriger aus als gedacht. Bis vergangene Woche habe man geglaubt, das abfedern zu können. Die Streiks hätten allerdings das Vertrauen der Kunden untergraben, sagte er. Die Kapazitäten für die Wintersaison strich Ryanair zusammen.

Ryanair ist der größte Billigflieger Europas. Die einheitlichen Boeing-737-Maschinen fliegen mehr als 215 Flughäfen in 37 Ländern an und operieren von 86 Basen in Europa und Nordafrika. Im Geschäftsjahr 2017/2018 machten die Iren bei 7,15 Milliarden Euro Umsatz einen Gewinn von 1,45 Milliarden Euro.

Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2157
Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2041
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.