BREMEN - Ein 115 Meter langes Bauwerk lässt Bremen und Niedersachsen bald etwas komfortabler zusammenrücken. An dem Fluss Wümme wird die veraltete Stahlbetonbrücke aus dem Jahr 1933 durch eine moderne Konstruktion ersetzt. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) und Bremens Bausenator Reinhard Loske (Grüne) gaben am Donnerstag den Startschuss für das länderübergreifende Projekt.
Die neue Wümme-Brücke an der Ritterhuder Heerstraße kostet insgesamt rund 12,6 Millionen Euro und soll Anfang 2013 fertig sein. Die seit 100 Jahren bestehende Verbindung zwischen Bremen und den niedersächsischen Umlandgemeinden wird von Pendlern, Landwirten und Ausflüglern genutzt.
Einig waren sich beide Politiker über die Bedeutung dieses „gewachsenen Verkehrsweges“, der den Fluss mit einer Brücke überspannt und damit „ein traditionelles Bindeglied zwischen der Hansestadt und den niedersächsischen Umlandgemeinden ist“.
„Für Berufspendler, Landwirte und Gewerbetreibende ist diese Verkehrsverbindung unverzichtbar und wird deshalb über die gesamte Bauzeit aufrechterhalten“, sagte Bode. Die mit dem Projekt einhergehende Neuordnung der Verkehrswege zwischen der Landesstraße 151 und der Kreisstraße 43 auf niedersächsischer Seite sei zur Zeit das größte Infrastrukturprojekt an Landesstraßen in Niedersachsen. Durch die Entschärfung einer unfallträchtigen Kurve werde ein Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr geleistet, so der Minister.
Loske hob hervor, dass sowohl Gestaltungs- und Nutzungseigenschaften sowie die Belange der Natur „in guter nachbarschaftlicher Zusammenarbeit umfangreich berücksichtigt wurden“. Künftig werden Fußgänger und Radfahrer auf beiden Seiten der neuen Brücke einen Geh- und Radweg zur Verfügung haben.
