BREMEN - Fußgänger müssen auf andere Wege ausweichen. Radfahrer sollen auf die Brücke am Weserwehr ausweichen.

Von Corinna Laubach

BREMEN - Der Zahn der Zeit nagt an einer der wichtigen Einfallstraßen in die Bremer Innenstadt: Die Habenhauser Brückenstraße über die Karl Carstens-Brücke, im Volksmund Erdbeerbrücke genannt, weist große Schäden auf und wird im nächsten Jahr saniert. Für rund sieben Monate wird die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Die Sanierung ist eine Maßnahme, die nach rund 40 Jahren unweigerlich anstand, auch um letztlich die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können.

„Die Brücke hat seit der Erbauung keine umfassende Sanierung erfahren, der starke Verkehr und die Witterung haben Spuren hinterlassen“, erklärt Holger Bruns, Sprecher des zuständigen Bauressorts. Abgeplatzter Beton an den Kantsteinen, die Betondecke stellenweise ein Flickenteppich, Korrosionen an den Pfeilern über Werdersee und Weser – die Erdbeerbrücke ist alles andere als in Schuss. Da sie mit mehreren zehntausend Autos pro Tag zu einer der Hauptstraßen der Stadt zählt, ist an einem Konzept gefeilt worden, dass die Sanierung so angenehm wie möglich macht.

Begonnen wird mit den insgesamt rund fünf Millionen Euro umfassenden Maßnahmen in gut sechs Wochen. Ab Juni steht zunächst die Sanierung der so genannten „Kappe“ an. „Das meint den Fuß- und Radweg“, erläutert Bruns. Unbequem wird es dann bereits für die Fußgänger, aber auch Rad- und Autofahrer müssen mit Beeinträchtigungen rechnen. Während die 615 Meter lange Brücke für Fußgänger komplett gesperrt ist – es wird ein kostenloser Bus über die Brücke eingesetzt – sollen Radfahrer auf die Straße ausweichen. „Wir empfehlen den Radlern über die Brücke am Weserwehr auszuweichen“, sagt Bruns.

Hart wird es ab Februar 2008 für alle Autofahrer. „Dann ist die Vollsperrung der Brücke unvermeidlich“, so Bruns. Bis August soll die Brücke an sechs Tagen die Woche im Zwei-Schicht-Betrieb grunderneuert werden. Der Busverkehr wird in der rund sieben Monate umfassenden Bauzeit über den Fuß- und Radweg umgeleitet. „Wir haben die Arbeiten bewusst so geplant, dass die Sanierung erst dann beginnt, wenn die neue A 281

fertig ist.“