BREMEN - BREMEN/JE - Die Volkshochschule (VHS) kommt an – im Stephaniquartier. Davon konnten sich die Bremer gestern schon einmal überzeugen. Die VHS zieht mit ihrer Zentrale ins Bamberger-Haus.
Und dort öffnete sie die oberen Etagen zur Stippvisite. Gespräche gab es über den sich anbahnenden Wandel des Stephaniquartiers (oder Faulenviertels) zum Medienstandort.
Ab September will Radio Bremen sein neues Domizil auf dem Areal des alten Saturn-Gebäudes gegenüber dem Bamberger-Haus beziehen. Und vom 7. bis 9. September will die VHS mit einem Eröffnungswochenende ihren Einzug ins geschichtsträchtige Gebäude an der Faulenstraße 69 feiern. „Der Termin ist fix“, sagte gestern VHS-Leiterin Barbara Loer.
Ein Kulturprogramm gab es auch. Mitglieder der Shakespeare Company inszenierten in der obersten Etage (die alsbald ein Restaurant beherbergen wird) eine Art „Speakers Corner“. Über Perlhühner, Enten, die geeignete Füllung und diverse Kochrezepte wurde diskutiert. Und über Zündkerzen.
Pünktlich zum Umzug hat sich die VHS auch ein neues Logo zugelegt. Auch das wurde gestern enthüllt. Es wirkt dynamisch, modern und bunt – wie das Programm. Ab dem Herbstsemester jedenfalls belegt die VHS die unteren vier Etagen des einstigen Kaufhauses, das der Kaufmann Bamberger ebendort im Juni 1926 eröffnet hatte. Ende 1936 musste „Bambüddel“ auf Druck der Nazis aufgeben. Im Krieg wurde das Gebäude zerstört, später wieder aufgebaut. Es diente vor allem als Verwaltungsgebäude. Auf dem Dach will Bauherr Klaus Hübotter jetzt eine Aussichtsplattform errichten lassen.
