BREMEN - Wenn der Senat tagt, ist die kleine Flotte Bremer Dienstwagen vorm Rathaus zu bewundern: Man fährt im Daimler vor. Und die „Chefkraftwagenfahrer“ stehen im Rathaus-Entrée und warten. Haben die Senatsmitglieder wirklich so weite Wege? „Senator Loske geht zu Fuß zum Rathaus, das sind zehn Minuten“, versichert sein Sprecher.

Das war einmal anders: Amtsvorgänger Ronald-Mike Neumeyer (CDU) fand den mit Erdgas betriebenen Mercedes zu langsam und wechselte deshalb wieder zu einem Diesel. Dessen Vorgänger Jens Eckhoff (CDU) hatte das Erdgas-Auto eingeführt und auch die Pkw-Flotte seines Ressorts halbiert. Seitdem fahren die Mitarbeiter im Zweifelsfall mit der Carsharing-Firma Cambio.

Auf Initiative der Grünen wird es in dieser Woche eine Bürgerschaftsdebatte geben. Thema: „Einführung von Carsharing für Behörden“. Das Thema hat Tiefgang, deswegen haben die Fraktionen einen „Bericht“ zur Problemlage vom Senat verlangt.

Früher, erinnert sich „Chefkraftwagenfahrer“ Dieter Hiller, gab es 17 Berufsfahrer zusätzlich zu den Senatoren-Chauffeuren. Und zwei Personen, die die Dienstpläne der anderen verwalteten. Das ist alles lange her. Die Koalitionsfraktionen haben dem Senat bis Ende 2008 Zeit gegeben, um an ein Leben ohne Chauffeur zu denken.