BREMEN - BREMEN/SK - „Es geht uns um jeden Ausbildungsplatz, es geht uns um jede Idee.“ Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) war gestern inBremen, um für den Förderpreis „Jugend in Arbeit“ zu werben.
Clements Ministerium und die Bundesagentur für Arbeit haben den Preis gemeinsam ausgeschrieben. In allen Bundesländern sollen – unter anderem – Unternehmen, freie Träger und Initiativen animiert werden, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen, mehr gegen Jugendarbeitslosigkeit zu tun. Ideen, Konzepte, Projekte sollen ausgezeichnet werden und Preisgelder bekommen.
Wahlkampf? Ein Gedanke, den der Minister zurückweist. „Das Ganze findet nicht am 18. September statt.“ Anträge können bis zum 14. Oktober eingereicht werden. Die Landessieger werden im Januar 2006 von den Juroren ermittelt. Die Prämierung auf Bundesebene folgt im April. Clement mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl: „Es ist nicht sicher, wer diese Preise übergibt. Ich kann Ihnen nur sagen: Ich werde kommen. Man wird sehen, in welcher Façon.“
Clements Bremen-Besuch beginnt mit einer Diskussion im World Trade Center. Routiniert geht der Minister auf der Bühne hin und her. Eine Hand ruht in der Sakkotasche, die andere braucht er für die Gesten, mit denen er seine Worte unterstreicht.
Dann kommen die Bremer Redner. Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD), Vertreter von Handels- und Handwerkskammer. Und so weiter, und so fort. Tenor: In Bremen ist die Lage vergleichsweise gut. Es wird allerhand für arbeitslose Jugendliche getan, und viele Maßnahmen greifen. Bei der anschließenden Diskussion mit dem Publikum bemüht sich Clement, bei Streitfragen gleich die richtigen Gesprächspartner zusammenzuführen.
Die Vertreterin eines kleineren Unternehmens aus der Metallbranche etwa klagt über mangelnde Unterstützung durch die Handelskammer. Clement achtet darauf, dass die Frau und Karlheinz Heidemeyer von der Handelskammer ihre Visitenkarten austauschen. Nach der Diskussion besuchte Wolfgang Clement zwei Bremer Betriebe, die Jugendlichen durch Ausbildung Perspektiven verschaffen – er besuchte das Weinbistro „Topaz“ im Kontorhaus am Markt und den Armaturenhersteller Gestra im Stadtteil Findorff.
