BREMEN - Stolze Bilanz: Das Hauptzollamt Bremen – dazu gehören die Zollämter in Bremen und Bremerhaven – hat im Jahr 2008 rund 3,4 Milliarden Euro zu den Steuereinnahmen des Bundes, der Europäischen Union (EU) und Bremens beigetragen. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Im Jahr zuvor hatte das Hauptzollamt rund 3,3 Milliarden Euro eingenommen.
Den Angaben zufolge gehörten die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität, der Schwarzarbeit, des Schmuggels und der Produktpiraterie zu den Aufgabenschwerpunkten. Beim Bremer Zoll waren – genauso wie bundesweit – die wichtigsten Steuern wie in den Vorjahren die Einfuhrumsatzsteuer und die Energiesteuer. Sie beliefen sich auf rund 925 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden durch das Hauptzollamt Verbrauchssteuern erhoben: für Kaffee (300 Millionen Euro), Strom (60 Millionen Euro), Bier (26 Millionen Euro) und an Branntweinsteuer zwölf Millionen Euro. Die klassischen Zolleinnahmen betrugen 2008 in Bremen und Bremerhaven rund 400 Millionen Euro und waren – wie in jedem Jahr – an die EU abzuführen.
Bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug wurden von Mitarbeitern der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ rund 10 000 Personen sowie mehr als 800 Arbeitgeber überprüft. Die Folge: 1859 Strafverfahren und 1018 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet, Geldstrafen (insgesamt 290 000 Euro) und Geldbußen (660 000 Euro) verhängt.
Im Kampf gegen Marken- und Produktpiraten beschlagnahmte die Behörde 45 Seecontainer mit gefälschten Markenwaren, die nach Verfahrensabschluss vernichtet wurden oder noch werden.
Als besonderer „Wachstumsbereich“ bei Straßenkontrollen erwies sich 2008 für die mobile Kontrolleinheit des Hauptzollamts Bremen die Beschlagnahme von insgesamt fünf Kilogramm Kokain und 2,6 Tonnen der Kaudroge Khat.
