BREMEN - Die Bremer Touristik-Zentrale hat gestern die Zahlen vorgelegt. Auch Besucher aus Schweden kommen gerne.
Von Jörg Esser
BREMEN - „Die Tourismusstrategie geht auf“, sagt Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek (CDU). Und verweist auf die aktuellen Zahlen, die die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) gestern auf ihrer Jahrespressekonferenz im Rathaus präsentierte. Der Zuwachs an Übernachtungsgästen lag 2006 bei acht Prozent. In der Stadt Bremen registrierten die Statistiker im vergangenen Jahr 713 422 Ankünfte (plus 6,3 Prozent) und 1 258 696 Übernachtungen. Im Land lag die Zahl der Übernachtungen bei knapp 1,47 Millionen und damit um 6,8 Prozent über dem Wert vom Vorjahr. BTZ-Geschäftsführer Peter Siemering, Bremens Chef-Vermarkter, sagt: „Schon wieder ein Rekord.“Die BTZ und damit Bremen profitierten 2006 von fünf Weltmeisterschaften, vom Aufenthalt der schwedischen Kicker während der Fußball-WM im Park Hotel, vom RoboCup und der Ausstellung „Monet und Camille“ in der Kunsthalle. „Große Kracher bringen die Menschen in die Stadt“, sagt Siemering. Die Großveranstaltungen des vergangenen Jahres bescherten der Hansestadt somit einen Boom an Auslandstouristen – die Übernachtungszahlen stiegen um 15,3 Prozent. Platz eins belegten die Gäste aus Großbritannien, deren Zahl um 16,6 Prozent auf 32 267 anstieg. Die Schweden übernachteten 30 671 Mal in Bremer Hotel- und Herbergsbetten.
„Auslandsmärkte sind Wachstumsmärkte“, sagt Senator Kastendiek. Bremen will seine Position ausbauen und setzt dabei auf die neuen Billig-Flugverbindungen mit Easyjet und der irischen Ryanair. „Zuwächse sind schon jetzt spürbar“, wirft Fritz Rößler ein, der Vorsitzender des Verkehrsvereins und Präsident der Hoteliervereinigung Dehoga ist. Die Ziele, die die Iren beispielsweise in Skandinavien, im Baltikum und in Südeuropa anfliegen, zählt Siemering zu den neuen Quellmärkten. Dafür haben die Wirtschaftsförderungsausschüsse fürs laufende Jahr 560 000 Euro bewilligt.
Laut Kastendiek ist die Tourismusbranche zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden – mit über 35 000 Arbeitsplätzen und einem Jahresumsatz von rund 1,55 Milliarden Euro.
