BREMEN - Die Ergebnisse von sechs Monaten Arbeit haben jetzt sechs Projektgruppen im Übersee-Museum präsentiert. Im Rahmen des Projektes „Fies – Forschen in eigener Sache“ hatten sie sich mit selbst gewählten Themen beschäftigt und Verschiedenes produziert: darunter eine Ausstellung, eigene Rapsongs, Theaterstücke, eine Website, Filme und Holzskulpturen.
Die Berufsschulklasse Kinderpflege aus Blumenthal beschäftigte sich mit Obdachlosigkeit in Bremen. „Es war toll, wie offen wir an vielen Stellen empfangen wurden,“ sagt Roland Ditinger aus der Klasse. Die Jugendlichen nahmen Kontakt zu Einrichtungen wie Bahnhofsmission, Jakobushaus und Frauenzimmer auf. Mit den Obdachlosen selbst ins Gespräch zu kommen, war dagegen schwieriger.
Die Themen würden so gewählt, dass die Jugendlichen rausgehen müssten, sagt Museumspädagogin Birte Stüve. So befragte eine Klasse der Schule Helsinkistraße auf der Straße Menschen zu der Bedeutung ihrer Kleidung. „Kleider machen Leute“ nannte sie ihr Projekt. Ein Kurs vom Leibnizplatz beschäftigte sich mit Rassismus, Sucht und Sexualität. Die Schüler erkundigten sich bei Bremer Beratungsstellen. Eine Jury aus Jugendlichen, Sponsoren und Öffentlichkeit sollte nun das beste Projekt herausfinden.
In der Gruppe der 14- bis 17-Jährigen gewann die Klasse 7 g/k vom Schulzentrums Ronzelenstraße mit ihrem Projekt „Tiere: Abenteuer und Mythen“.
Bei den ab 17-Jährigen gab es zwei gleichwertige Plätze: „Bremen als Handelsstadt 1880–1933“ vom LK Geschichte (12. Jahrgang) und „Unter freiem Himmel – Wie leben Menschen ohne festen Wohnsitz?“ von der Berufsfachschule Kinderpflege 05.1, SZ Blumenthal.
