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NWZonline.de Region Bremen

Bildung: Kita-Träger sehen Erziehung „massiv gefährdet“

29.01.2020

Bremen Die evangelische Kirche und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG) haben vor einer unzureichenden Finanzierung der inklusiven Erziehung in den Kindertagesstätten gewarnt. In einem am Dienstag verbreiteten offenen Brief an die Senatorin für Kinder und Bildung, Claudia Bogedan (SPD), heißt es, die Versorgung sei „massiv gefährdet“. Die Personalausstattung sei bis 2018 gar nicht und danach nur marginal erhöht worden. Bogedan räumte ein, eine Neuausrichtung der Infrastrukturausstattung sei dringend erforderlich.

Der Bremer Senat arbeitet gerade am Doppelhaushalt für die Jahre 2020 und 2021. Deshalb haben die Träger ihren Brandbrief jetzt losgeschickt und führen darin aus, seit Jahren machten sie darauf aufmerksam, dass die fehlende Ausstattung zulasten der Kinder und der Mitarbeiter gehe.

Mit dem Ausbau der Kita-Plätze sei auch die Zahl der Kinder mit Förderbedarf gestiegen, verdeutlichten sie die zugespitzte Lage. „Von 2008 bis 2018 verdoppelt“, schreiben der Leiter des Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder, Carsten Schlepper, und LAG-Sprecher Arnold Knigge.

Die Kita-Träger wollten jetzt wissen, in welchem Umfang zusätzliches Personal eingeplant werde: „Die bislang veranschlagten Mittel reichen aus unserer Sicht nicht aus, um eine Versorgung in verantwortbarer Weise sicherzustellen.“ Ergänzend sagte Schlepper: „In unserem wohlhabenden Land muss es möglich sein, Kinder mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen so zu fördern, dass sie einen guten Start ins Leben haben.“ Jetzt stelle die Politik die finanziellen Weichen für das kommende Kita-Jahr. „Deshalb fordern wir ausreichende Mittel und vor allem Planungssicherheit für die Förderung von Anfang an.“

Auch Bogedan sprach davon, dass die Zahl von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf deutlich steige. Deshalb habe die Senatorin dafür im Haushalt 2018/2019 zusätzlich 1,14 Millionen Euro eingesetzt. „Es muss in angemessener Form auf die steigende Zahl von Kindern mit besonderem Förderbedarf reagiert und der Ressourceneinsatz verstärkt werden.“ Dabei solle die jeweils von einem Träger betreute Anzahl von Kindern maßgeblich sein.

„Vor allem geht es um die Umsetzung eines zeitgemäßen Inklusionsverständnisses“, ergänzte Bogedan. Es könne nicht mehr allein auf die Integration in wenigen spezialisierten Einrichtungen abzielen, sondern auch auf die uneingeschränkte Teilhabe und damit eine Förderung grundsätzlich in allen Einrichtungen.

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