BREMEN - „Wenn sich das Bildungsniveau an Bremens Schulen nicht deutlich steigert, wird sich dies doppelt negativ auswirken“, mahnte am Mittwoch Karl-Heinz Freitag, Landesbeauftragter des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft in Bremen. „Schlechte Schulabgänger steigern den wachstumsbremsenden Fachkräftemangel und bereiten erhöhte Sozialausgaben“, sagte Freitag. Er forderte die Politik darum auf, Bildung als Prüfstein für den wirtschaftlichen Erfolg zu begreifen. Quantitativ lägen Bremens Schulen mit etwa 8,4 Prozent Schulabgängern ohne Abschluss etwa im bundesdeutschen Mittel, wie ein Blick in den Bildungsbericht 2010 zeige. „Was zählt, ist aber die Qualität der Abschlüsse“, so Freitag, „sie lässt in Bremen massiv zu wünschen übrig.“ Auf 3000 offene Lehrstellen in Bremen und „umzu“ kämen nur 2000 Bewerber. De facto sei der Mangel an Azubis jedoch viel höher, weil vielen Jugendlichen die Ausbildungsreife fehle.