BREMEN - Ein nach eigenen Angaben „schwieriges Thema“ hat der Koalitionsausschuss von SPD und Grünen in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend nach langwierigen Debatten ins Rollen gebracht. Die Pflanzenschau Botanika im Rhododendronpark soll weiterleben und in eine Stiftung überführt werden. Das sagten am Dienstag SPD-Parteichef Uwe Beckmeyer und die beiden Spitzenfrauen der Grünen, Susan Mittrenga und Karin Mathes.

Das neue Konzept basiert auf mehreren Säulen: So soll die Botanika zu einem „grünen Klassenzimmer“ aufgerüstet werden. „Wir schaffen ein hochattraktives Angebot für die Schulen“, sagt Mittrenga. 400 Klassen sollen jährlich im „grünen Wissenschaftscenter“ unterrichtet werden, heißt es. Dafür soll unter anderem ein neuer Schulungsraum errichtet werden. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. Das Geld wird aus dem Topf des Konjunkturpakets II abgeschöpft.

Für die Jahre 2010 und 2011 sind im Haushalt noch jeweils 650 000 Euro für die Botanika eingeplant. Um das langfristige Überleben zu sichern, soll eine Stiftung gegründet werden. Die Stadt zahlt zunächst drei Millionen Euro ein, die aus der Wasserentnahmegebühr fließen sollen. Weitere 1,5 Millionen Euro hat ein privater Stifter fest zugesagt.

Doch damit nicht genug: Weiteres Geld soll gesammelt werden. Und für jeden Euro, den ein privater Spender für die Stiftung springen lässt, packt die Stadt einen Euro obendrauf. Fürs „Matching“ – so heißt der neudeutsche Fachbegriff für Gelder, die nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt werden – plant Bremen in den kommenden zehn Jahren bis zu fünf Millionen Euro Eigenmittel ein, ebenfalls aus der Wasserentnahmegebühr.

Die notwendigen Baumaßnahmen jedenfalls sollen in Kürze beginnen. „Der Plan ist gut“, so Beckmeyer, „und wir bleiben in der Verantwortung“.