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NWZonline.de Region Bremen

Ein Deal von 16,7 Millionen Euro

02.05.2019

Bremen Nach zwei Jahren der Verhandlungen soll es nun auf einmal ganz schnell vorangehen. Der Senat hat dem Verkauf des Parkhauses Mitte an den Investor Kurt Zech zugestimmt. Ein zentrales Projekt zur Neugestaltung der Bremer Innenstadt hat damit eine große Hürde genommen.

Zech will das Parkhaus abreißen und stattdessen unter Einbeziehung der Gebäude von Karstadt und Kaufhof eine „City-Galerie“ errichten – mit 21 000 Quadratmetern Fläche für Einzelhandel, Büros und (in den oberen Etagen) Wohnungen.

Rund ums Parkhaus Mitte liege der Schlüssel für die Entwicklung der Bremer Innenstadt, so Bausenator Joachim Lohse (Grüne). „Nun ist der zentrale Spielstein aufs Feld gebracht“, so Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD).

Am Donnerstag ist der Verkauf des Parkhauses Thema in der Baudeputation, am Freitag im Haushalts- und Finanzausschuss der Bürgerschaft. Schon für Montag, 6. Mai, ist die notarielle Beurkundung des Vertrags geplant – noch vor der Bürgerschaftswahl am 26. Mai also. 2024 soll der Neubau fertig sein.

Zech zahlt für das Parkhaus Mitte etwa 14 Millionen Euro, hieß es im Rathaus. Mit dem Abriss liegen die Kosten für ihn bei 16,7 Millionen Euro. „Der Kaufpreis basiert auf einem Wertgutachten des unabhängigen Gutachterausschusses von Geo-Information Bremen“, hieß es weiter. Als Käufer tritt die Gustav-Zech-Stiftung auf.

Zech und die Stadt haben einen verbindlichen Zeitplan vereinbart. Wer festgelegte Fristen nicht einhält, riskiert Strafzahlungen. So muss der Investor Bauanträge innerhalb eines Jahres nach Bekanntmachung des Bebauungsplans einreichen, sechs Monate nach Erteilung der Baugenehmigung mit dem Abriss beginnen, drei Monate nach Abriss mit dem Bau anfangen – und diesen dann in 30 Monaten fertigstellen.

Zech seinerseits kann den Deal rückgängig machen, wenn die Stadt nicht schnell genug das Planungsrecht für das Areal schafft. „Wir haben lange verhandelt, haben vielleicht auch hart verhandelt, aber vor allem fair“, sagte Wolfrat Voigt, Präsident der Gustav-Zech-Stiftung. Das Ergebnis sei ein ausgewogener Vertrag, der die Interessen der Stadt wahrt. Voigt: „Wir sind der Auffassung, dass die Stadt ein enormes Potenzial hat. Wir wissen von großen Einzelhändlern, dass sie darauf warten, dass hier etwas Grundlegendes passiert.“

Handel allein aber könne eine Innenstadt nicht beleben. „Das Konsumverhalten hat sich völlig verändert. Darauf muss geantwortet werden.“ Eine Antwort ist Wohnen, das in der „City-Galerie“ eine große Rolle spielt. Wie die „City-Galerie“ aussehen wird, ist noch offen.

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