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NWZonline.de Region Bremen

Eine virtuelle Traumreise nach New York

12.12.2017

Bremen Ein Blick durch die kleine Tür ins Innere des Cockpits gibt den Blick auf hell leuchtende Displays und eine Vielzahl von bunten Knöpfen frei. Das Getöse der Triebwerke wird immer lauter. Der Flugkapitän und sein Co-Pilot sind hoch konzentriert, nuscheln englische Codes in ihr Headset und lenken das Flugzeug gemächlich über den Bremer Flughafen in Richtung Startbahn. Dann endlich heißt es: „Cleared for take-off”.

Szenen wie diese kennt Mirko eigentlich nur aus dem Film. Der 29-jährige Bremer ist etwas aufgeregt, als er im Terminal drei des Bremer Flughafens das zum Flugsimulator umgebaute Cockpit betritt. Er will sich einen ersten Eindruck verschaffen. „Ich habe ein bisschen Flugangst. Vor allem beim Start”, sagt er, während er sich umsieht. Das Flugtraining ist ein Geburtstagsgeschenk seines Vaters. Mirkos Frau Gizem ist an diesem Nachmittag mit dabei – auch sie möchte einmal Pilotin spielen.

Empfangen wird das Ehepaar von dem frisch ausgebildeten Piloten Maximilian Wegner. Zu einer Tasse Kaffee erklärt dieser vorab anhand einer Präsentation die technischen Daten des Fliegers, ein Airbus A 320. Weiterhin erläutert Wegner, wo sich Schubhebel, Flightstick, Fahrwerkshebel und Seitenruderpedale befinden, wie man bremst, was der künstliche Horizont ist und was beim Starten und Landen zu beachten ist.

Mirko hört aufmerksam zu und stellt viele Fragen: „Kommt es auch mal vor, dass die Technik versagt?” Wegner aber nimmt seinem Flugschüler die Angst und sagt, dass Fliegen die sicherste Art zu reisen ist. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fluggast in den USA oder in der EU bei einem Absturz sein Leben verliert, liegt bei 1:29 Millionen.” Das Risiko, von einem Blitz getroffen zu werden, sei hingegen dreimal so hoch, so Wegner weiter.

Dann wird es Ernst: Mirko und Gizem dürfen jetzt zeigen, was von dem Piloten-Briefing hängen geblieben ist und nehmen in dem ehemaligen Cockpit des Airbus A 320 Platz. Auch Wegner ist im Flugsimulator mit dabei, um den beiden zu helfen, falls nötig. Mirko ist von der Technik, den vielen Bildschirmen und Knöpfen schwer beeindruckt und ist erstaunt, dass der Bremer Flughafen so originalgetreu wiedergegeben wird. „Das sieht ja alles total echt aus”, sagt er, nachdem er seinen Sitz eingestellt hat und auf die Starterlaubnis wartet.

Dann heißt es „Cleared for take-off” und Mirko beschleunigt. Seine Freundin sagt als Co-Pilotin in regelmäßigen Abständen die Geschwindigkeit an. Bei rund 140 Knoten – das sind knapp 260 Kilometer pro Stunde – zieht Mirko den Flightstick nach hinten und hebt ab. „Wahnsinn!”, ruft er und schaut sich während des Rundflugs über Bremen alles genau von oben an. Dabei vergisst er allerdings die komplexe Technik im Blick zu behalten und kommt von seiner Route ab. „Ah! Man muss so viel beachten!”, sagt er nervös, bekommt aber sogleich Hilfe von Wegner. Die Landung ist letztlich etwas holprig, aber gelingt. „Geschafft!” Mirko ist sichtlich erleichtert. „Puh, das war ganz schön aufregend”, sagt er. Trotzdem möchte er gleich noch einmal fliegen.

„Ich möchte unbedingt nach New York”, ruft Gizem. Und so soll es sein. Das Paar startet am International Airport John F. Kennedy und dreht begeistert ein paar Runden über den Wolkenkratzern von Manhattan. 30 Minuten „Flugzeit“ kostet übrigens 99 Euro pro Person.

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