BREMEN - BREMEN/EPD - Der Bremer Theologe Immo Wache ist für drei Monate in das Kosovo gereist, um dort die Bundeswehr zu begleiten. Stationiert ist der evangelische Militärpfarrer auf einem ehemaligen Agrarflughafen bei Prizren im südlichen Kosovo. Seit 1997 arbeitet Wache als Seelsorger für die Bundeswehrsoldaten im Bereich Bremen und Osterholz-Scharmbeck am Sitz der Heeres-Nachschubschule in Garlstedt.
Bis Mitte Mai gehört nun auch das schweizerisch-österreichische Lager in Suca Reka etwa 30 Kilometer nördlich von Prizren zu seinem Einsatzgebiet. Auch im rund 100 Kilometer entfernten Hauptquartier in Pristina und im deutschen Nachschubposten am Flughafen Skopje in Mazedonien soll er für zusammen etwa 1900 deutsche Soldaten sorgen.
Über die Sicherheitslage konnte der Militärpfarrer gestern nicht nicht viel sagen. Doch Vorsicht sei angesagt, weil im März und im April die Statusfrage des Kosovo auf der Tagesordnung stehe, räumte Wache ein. „Mit Minen muss überall abseits der befestigten Straßen gerechnet werden. Aber darauf hat man uns so intensiv vorbereitet, dass die Gefahr berechenbar scheint und man freiwillig äußerst vorsichtig ist.“
Der Pastor löst seinen Delmenhorster Kollegen Gotthold Patberg ab. Zu seinen Aufgaben gehören neben der persönlichen Seelsorge auch regelmäßige Gottesdienste. Der Bremer, der bereits mehrfach im Kosovo war, will nach eigenen Angaben unter den Soldaten einen Chor gründen. Außerdem plant Wache eine Rüstzeit in Griechenland. Ein Vierteljahr im Kosovo Dienst zu tun, sei für ihn zwar etwas Neues, sagte der 43 Jahre alte Theologe und fügte hinzu: „Aber ich gehe da gelassen ran.“
