Bremen - Da haben die Nackenmuskeln richtig Arbeit: Tim Sebastian (23) aus Dresden sitzt auf dem Boden. Auf seinem Kopf balanciert Michail Kraft (18) aus Riesa bei Dresden am ausgestreckten Arm. Sein Körper steht über dem Boden waagerecht in der Luft. Die Übung heißt „Krokodil einarmig“. Sie wird Teil des Programms, mit dem die beiden Mitglieder der Deutschen Sportakrobatik-Nationalteams die Jury bei „Das Supertalent“ überzeugen wollen.

Bis zum 22. August finden im Metropol-Theater 14 Aufzeichnungstage statt, zwei Shows an jedem Tag. Daraus werden 13 Casting-Shows geschnitten. Erstmals werden alle Castings in Bremen gedreht. Das Finale wird live aus Köln übertragen. Die erste Sendung ist am 15. September (20.15 Uhr) auf RTL zu sehen.

Die beiden Sportler wollen „Krokodil einarmig“ für etwa 40 Sekunden halten. „Wir können das aber auch weitaus länger“, sagt Sebastian. „Wichtig ist, dass man eine guttrainierte Hals- und Nackenmuskulatur hat. Dann ist das alles kein Problem.“ Geplant sind zudem Salti. Sebastian wird Kraft dafür werfen, genau dann, wenn Letzterer für den Salto abspringt. „Das braucht viel Technik. Wurf und Absprung müssen in derselben Millisekunde geschehen“, sagt Sebastian: „Ich brauche den Druck, um Gegendruck aufbauen zu können.“ Kraft ist dabei der Führende. „Für mich ist es, wie vom Boden zu springen“, sagt er. Die beiden arbeiten schon vier Jahre miteinander und haben inzwischen eine Art „blindes Verständnis“ füreinander entwickelt, wie sie sagen. Nach weltweiten Wettkämpfen haben die Sportler bereits Erfahrungen mit Fernsehaufzeichnungen und -interviews. Darum sind sie auch entspannt, bevor sie vors Publikum und die Jury, bestehend aus Sylvie Meis, Bruce Darnell und Dieter Bohlen, treten.

„Biermike“, mit bürgerlichem Namen Michael Fox, ist Party-Schlagersänger. Hauptberuflich Gärtner, lebt der 28-jährige gebürtige Saarländer seit zwei Jahren auf der Urlaubsinsel Mallorca. Für einen Tag ist er nach Bremen gekommen.

Mit seinem ersten Song „Gib‘ mir doch Dein Like, ich bin der Biermike“, der es inzwischen von der Insel auch schon in Clubs aufs Festland geschafft hat, will er es wissen. „Biermike“ gibt zu, schon etwas nervös zu sein. „Ich gehe heute zum ersten Mal ins Fernsehen“, sagt er. Falls er weiterkommt, habe er auch schon einen zweiten Song. Der sei zwar noch geheim, läge RTL aber schon vor. Vor der Aufzeichnung hat „Biermike“ mit drei Tänzerinnen aus Bremen geübt. Sie haben dabei eine Choreographie für den Auftritt entwickelt.