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NWZonline.de Region Bremen

„Make Eiswette great again“

08.01.2018

Bremen Was soll man sagen? Es war alles wie immer. Die Weser war nicht zugefroren, der Schneider war frech. Und genau das macht ja den Charme des Spektakels am Punkendeich (Osterdeich, Höhe Sielwall) aus. Die Eiswettprobe folgt einem festen Ritual. Der SPD-Chef und Ex-Kanzlerkandidaten Martin Schulz wurde aufs Korn genommen. Eiswettschneider Peter Lüchinger (Bremer Shakespeare-Company) bezeichnete den Sozialdemokraten mit der zuweilen klagend wirkenden Stimme als „Martin Schnulz“.

Die Eiligen Drei Könige

Comedy also am Punkendeich – zusammengehalten vom festen Band des traditionellen Rituals. Die Heiligen Drei Könige kamen per Fahrrad. Die Eiligen Drei Könige? In gewisser Weise. Anders, so erklärten sie, gebe es in Bremen ja kein Durchkommen. Apropos „Durchkommen“: Im vergangenen Jahr, so klagte der Schneider, sei er von Fotografen bedrängt worden. Deshalb boykottiere er das Ritual in diesem Jahr, ließ er per E-Mail den Notarius Publicus Thomas Röwekamp (Rechtsanwalt und CDU-Fraktionschef) wissen. All das unter den Augen von sieben Eiswett-Novizen – unter ihnen der Bremer Bestsellerautor David Safier („Mieses Karma“), Matthias Zimmermann (Weser Wohnbau) und Moritz Prescher (Peter Harms Schifffahrts- und Speditionsgesellschaft). „Schneider first“ – das stand in Anspielung auf US-Präsident Donald Trump auf einer Mütze, die er trug. Dabei muss er doch eigentlich einen Zylinder aufsetzen. „We will make Eiswette great again“, hatte es zuvor schon geheißen.

Spendensammeln bei Kohl

Um trockenen Fußes über den Fluss zu kommen, musste der Schneider einmal mehr die Hilfe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Anspruch nehmen. Für die aus Spenden und Zuwendungen finanzierte DGzRS wird beim Stiftungsfest der Eiswette wieder gesammelt – am Sonnabend, 20. Januar, wenn etwa 800 Herren im Congress Centrum (Bürgerweide) zu Kohl und Pinkel zusammenkommen. 2016 spendeten sie 450 000 Euro, im vergangenen Jahr sind es 450 238,97 Euro gewesen – das war ein Rekord.

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