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NWZonline.de Region Bremen

Corona-Krise: Was wird dieses Jahr aus dem Bremer Freimarkt?

19.06.2020

Bremen Er ist eins der ältesten Volksfeste in Deutschland: der Bremer Freimarkt. Doch in diesem Jahr könnte er ausfallen. Noch ist er nicht abgesagt, anders als der Freimarktsumzug. Die Schausteller wollen sich dem Coronavirus auch nach der Verlängerung des Verbots für Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober noch nicht geschlagen geben. Absehbar ist: Einen Freimarkt mit Millionenpublikum wird es 2020 nicht geben.

Die Schausteller denken darüber nach, unter welchen Bedingungen es im Oktober „Ischa Freimaak“ heißen kann. Und auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) lässt weiter Türchen für den Markt offen. Seit dem Jahr 1035 zieht der Rummel die Massen an. In den vergangenen Jahren kamen jeweils um die vier Millionen Menschen aus nah und fern, um sich auf Bremens „fünfter Jahreszeit“ zu vergnügen. In diesem Jahr steht der Freimarkt vom 16. Oktober bis 1. November im Plan – noch. Selbst Oktoberfest und Cannstatter Wasen sind längst abgesagt. Am Mittwoch haben die Ministerpräsidenten das Verbot für Großveranstaltungen verlängert, Ausnahmen sind möglich. Was bedeutet das für den Bremer Freimarkt und seine rund 300 Schausteller? Bürgermeister Bovenschulte sagte: „Großveranstaltungen bis Ende Oktober nur dann zuzulassen, wenn eine Kontaktverfolgung möglich ist und die Hygieneregeln eingehalten werden können – das ist ohne jeden Zweifel sinnvoll. Was das dann für den Freimarkt bedeutet, müssen wir in den nächsten Tagen im Senat genau prüfen.“

Susanne Keuneke, Vorsitzende des Verbands der Schausteller und Marktkaufleute Bremen, lobte den Bürgermeister: „Eine tolle hanseatische Haltung.“ Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Schaustellerverbands des Landes Bremen, sagte, das Land verhalte sich fair. Nächste Woche kämen das Wirtschafts-ressort und die beiden Schaustellerverbände zusammen, um ein Hygienekonzept zu entwickeln. Der Deutsche Schaustellerbund, Dachorganisation des Schaustellerverbands Bremen, habe seit Anfang April Hygienekonzepte erarbeitet, mit denen man sich auch an der Weser beschäftigt habe, so Robrahn. Das mit dem Wirtschaftsressort erarbeitete Konzept werde dem Senat vorgelegt.

Ein Freimarktsverbot würde sein Verband nicht hinnehmen. „Dann würden wir den Klageweg gehen. Dabei würde es um die Gleichbehandlung des Schaustellergewerbes mit anderen Gewerben gehen“, betonte Robrahn. „Eine Achterbahn in einem Freizeitpark darf fahren, weil sie hinter einem Zaun steht.“ Die Stadt legt sich derweil ins Zeug. „Wir sind voller Energie bei der Arbeit, um den Markt zu retten“, sagte Kai Stührenberg, Sprecher des Wirtschaftsressorts.

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