• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Coronavirus: Zehn Millionen Euro Soforthilfe

21.03.2020

Bremen In geballter Stärke traten Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Innensenator Ulrich Mäurer (beide SPD), Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (beide Linke) und Finanzsenatorin Dietmar Strehl (Grüne) am Freitagnachmittag vor die Presse. Zwei Tage nach der drastischen Einschränkung für das öffentliche Leben könne man noch keine Bilanz ziehen, ob Läden- und Lokalschließungen Wirkung zeigten. Doch es ließe sich zumindest sagen, dass sich die Bremer weitestgehend an die Auflagen hielten, so Bovenschulte und Mäurer. In der Breite gebe es eine „hohe Akzeptanz“ für die Maßnahmen. Nur etlichen Jugendlichen sei der Ernst der Lage noch nicht bewusst. Als „Akt der Solidarität“ sei es zwingend, dass alle Menschen die Regelungen befolgten, sagte Bovenschulte, der sich ausdrücklich bei den Beschäftigten des Gesundheitssystems für ihren Einsatz bedankte.

Nach der Entscheidung des Senats werden die Maßnahmen verstärkt. Durften Restaurants und Lokale bislang bis 18 Uhr öffnen, wird ab Samstag die Bewirtung gestoppt, das heißt, im Lokal darf nicht mehr gespeist werden. Die Betriebe müssen aber nicht schließen. Schließen müssen jedoch Friseure und Fahrschulen.

Eine Ausgangssperre wie in Bayern lehnt Bremen ab, zumal sich die Menschen hier weitgehend an die Regelungen hielten, sagte Bovenschulte. Das öffentliche Leben sei schon jetzt massiv eingeschränkt, Menschenansammlungen seien verboten, die Regelungen würden kontrolliert. Bovenschulte: „Wir müssen mit allem, was wir haben, Corona bekämpfen, aber nicht unsere Grundrechte.“

Um insbesondere Kleinstunternehmern aus betroffenen Branchen „schnell und unbürokratisch“ zu helfen, legt Bremen ein Förderprogramm auf. Für die „Corona-Soforthilfe“ stehen zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von zunächst zehn Millionen Euro kurzfristig zur Verfügung, sagte Wirtschaftssenatorin Vogt. Gedacht sind die Hilfen für Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern und einem Umsatz unter zwei Millionen Euro. Die Förderhöhe kann bis zu 20 000 Euro betragen, die Anträge würden schnell geprüft. Für Anträge bis 5000 Euro sei das Verfahren „stark vereinfacht“. Ansprechpartner ist die „Task Force“ bei der Aufbaubank (BAB). Vogt betonte, dass dies eine zusätzliche Soforthilfe sei. Der Bund werde weitere Mittel bereitstellen.

Der eindringlichste Appell von Gesundheitssenatorin Bernhard war: „Halten Sie Abstand!“ Und zu den weiteren Maßnahmen führte sie aus: Die Corona-Ambulanz am Klinikum Mitte wird am Montag in die Halle 6 auf der Bürgerweide verlegt. Wartebereiche gibt es zudem in der Halle 5. Der Umzug soll die Kliniken entlasten. Für den Dienst haben sich laut Bernhard zahlreiche Freiwillige gemeldet, unter anderem Pflegekräfte und Ärzte im Ruhestand.

Freitagnachmittag zählte Bremen 121 Infizierte. Die 340 Intensivbetten sollten auf 500 bis 600 aufgestockt werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.