BREMEN - Das 50 Meter lange Schwimmbecken im Unibad war in acht Bahnen unterteilt. Hochkonzentriert standen die Rettungsschwimmer in Badekappe, Schwimmbrille, Flossen und Gurtrettern auf ihren Blöcken und warteten auf das Startsignal. Denn unter dem Motto Retter aus Leidenschaft drehte sich am Wochenende im Unibad alles um den Wettkampf.
28 Teams der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus ganz Deutschland mussten sich dabei in verschiedenen Altersklassen und Disziplinen beweisen unter anderem im Hindernisschwimmen, im Retten einer Puppe und bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Zum ersten Mal vor Ort
Die Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen der DLRG-Jugend wurden zum ersten Mal in Bremen ausgetragen. Darauf sind wir sehr stolz, vor allem deshalb, weil wir ein so kleiner Verband sind, sagte Tobias Assmann, Vorsitzender des Bremer Landesverbands der DLRG.
Während zunächst die einzelnen Mannschaften gegeneinander antraten, kämpften später 32 Einzelstarter um den Titel des besten deutschen Rettungsschwimmers. Die Bremer Jungenmannschaft belegte leider den letzten Platz. Die Jungen waren aber mit ihrer Leistung zufrieden, das ist das Wichtigste, betonte Assmann. Es sei ohnehin seit vielen Jahren das erste Mal, dass Bremen wieder an den Wettkämpfen um die Deutschen Meisterschaften teilnehme, sagte Assmann. Daher sei man nun froh, überhaupt dabei sein zu können.
Breites Rahmenprogramm
Die DLRG-Jugend richtete mit den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen auch das Bundeskinder- und Jugendtreffen aus. Etwa 2000 Rettungsschwimmer waren schon am Donnerstag mitsamt Luftmatratzen und Schlafsäcken in Bremen angekommen. Etwa 400 Helfer arbeiteten bei den Veranstaltungen mit. Es ist uns wichtig, den Jugendlichen auch ein breites Rahmenprogramm mit Workshops oder Improtheater zu bieten, erklärte Antje Heilmann.
