BREMEN - Flächenumsatz und Investitionsvolumen sind deutlich gesunken – der Bremer Büroimmobilienmarkt blieb 2008 deutlich hinter den (Rekord-)Ergebnissen der vergangenen Jahre zurück. Das sind Daten aus einer aktuellen Studie der Immobilien-Analysten von Atisreal Consult, die im Auftrag der Bremer Investitions-Gesellschaft (BIG) erstellt wurde und ab sofort als Broschüre „Büromarkt-Report 2008“ erhältlich ist.
Niedrigstes Niveau
Dem Report zufolge ist der Flächenumsatz in Bremen im Vergleich zum Vorjahr von 125 000 auf 81 000 Quadratmeter und damit um 35 Prozent gesunken. Die Leerstandsquote blieb mit 3,3 Prozent auf einem niedrigen Niveau (2007: 3,1). Das sei die niedrigste unter den großen deutschen Bürostandorten, heißt es.
Die Immobilien-Analysten führen den Rückgang bei der Flächenvermarktung sowohl auf globale als auch auf bremische Probleme zurück. So hinterlässt die weltweite Finanzkrise ihre Spuren. Zudem fehle es in der Hansestadt an Neubauflächen. Gerade diese seien am stärksten nachgefragt. Mit insgesamt 57 000 Quadratmetern befanden sich Ende 2008 knapp sieben Prozent weniger Büroflächen im Bau als ein Jahr zuvor.
Positiv bewerten die Analysten, dass die Vorvermietungsquote in Bremen nach wie vor hoch ist. So standen dem Markt lediglich 18 000 Quadratmeter (31,5%) der Neubauflächen zur Verfügung. Das Investitionsvolumen in gewerbliche Immobilien ist im Jahr 2008 gesunken und lag mit 238 Millionen Euro rund 46 Prozent unter dem Vorjahreswert (427 Millionen Euro).
Überseestadt boomt
Der Anteil ausländischer Investoren am Gesamtumsatz liegt in Bremen bei 63 Prozent (2007: 67). Umsatzstärkster Bremer Standort war 2008 die Innenstadt, in der unter anderem das „Brillissimo“ eröffnet wurde. Der Umsatzanteil der Innenstadt liegt dem Report zufolge bei 30 Prozent. Es folgen die weiterhin boomende Überseestadt mit 23 Prozent sowie der Technologiepark an der Uni (20 Prozent) und die Airport-Stadt (14 Prozent). Für 2009 erwartet Atisreal in Bremen eine stabile Entwicklung, sprich ein ähnliches Ergebnis wie 2008.
