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NWZonline.de Region Bremen

Erlebnis: Probestunde für Straßenbahn-Fans

08.08.2019

Bremen Uwe Taute ist eigentlich Postboote. Der 63-Jährige hat aber eine besondere Leidenschaft: Straßenbahnfahren. Noch heute erinnert er sich gerne an die Ursprungsbahnen zurück: Ein Gespann aus zwei Personenwagen samt Anhänger, feuerrot und angetrieben durch pure Muskelkraft via Kurbel.

Das waren die Anfänge des öffentlichen Nahverkehrs in Bremen. „Außerdem saß man damals hintereinander. Heute weiß ja keiner mehr wohin mit seinen Beinen“, erinnert sich der Eisenbahn-Fan. Auch heute fährt er lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto. Grund dafür ist die schlechte Parkplatzsituation im Peterswerder, wo der Postbeamte zu Hause ist.

Als Teil der interaktiven Sonderausstellung „Der mobile Mensch“ im Bremer Universum informieren ortsansässige Unternehmen rund um das Thema Mobilität. Im Zuge dessen hat die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) Highlights für Straßenbahn-Fans verlost. Die Gewinner durften für zehn Minuten im Führerhaus der 40 Tonnen schweren und 35 Meter langen Tram Platz nehmen, um eine Runde auf dem Betriebshof in der Neustadt drehen zu können.

Eingewiesen werden die Teilnehmer am Probetag von Fahrlehrer Mirco Czerwenka. Normalerweise bildet der 29-Jährige angehende Straßenbahnfahrer und Fachkräfte für den Fuhrbetrieb aus. Letztere durchlaufen eine dreijährige Ausbildung, um später Bus und Bahn auf Bremens Straßen fahren zu dürfen. „Als Quereinsteiger muss man mindestens 21 Jahre alt sein und den Führerschein der Klasse B besitzen“, erklärt er.

Wer nur Straßenbahn fahren möchte, durchläuft eine sechswöchige Ausbildung, mit einer Mischung aus Theorie und Praxis. Sollte es beim Üben brenzlige Situationen geben, kann der Fahrlehrer durch eine Fernbedienung die Straßenbahn sicher zum Stehen bringen. Auch Katharina Hartmann ist eine der Glücklichen, die am Schalthebel in der Tram Platz nehmen darf. Privat fährt die 22-Jährige häufig Straßenbahn: „Mich entspannt Straßenbahn fahren total.“ Doch damit nicht genug. Derzeit überlegt sie sogar, eine Ausbildung als Tramfahrerin zu machen. Hierfür kommt die Probefahrstunde wie gelegen. Vor Fahrtantritt ist die junge Frau ein bisschen nervös, schließlich gilt es, unzählige Dinge zu beachten. Nach der Probefahrt wirkt sie wie ausgewechselt: „Technik hoch drei – wirklich beeindruckend! Man spürt die immense Kraft, wenn die Maschine anfährt“, beschreibt sie das Fahrgefühl.

Auch Uwe Taute ist begeistert von dieser einmaligen Gelegenheit. Man bräuchte zwar etwas Feingefühl beim Anfahren, aber letztlich sei es vergleichbar mit einem Automatikauto. Trotzdem: „Blinken muss man überall.“ Könnte er die Zeit zurückdrehen, würde er heute Straßenbahnfahrer werden.

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