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NWZonline.de Region Bremen

Barkeeper nutzt ganze Frucht für Limo

27.08.2018

Bremen Jonas Groseker (29) ist ein Barkeeper mit Kreativität. Er ist Erfinder der Limonade „J’s“. Das Besondere an der neuen Brause: In ihr steckt nicht nur Fruchtsaft, sondern die ganze Frucht, genauer gesagt: ein aus der Frucht gewonnenes Püree. Im August 2016 kam die erste „J’s“-Limonade auf den Markt. Sie hatte die Geschmacksrichtung Pfirsich-Thymian. Vorher hatte Groseker etwa acht Monate an ihr gearbeitet. Im Mai 2017 folgten zwei weitere Sorten: Birne-Ingwer und Zitrone-Melisse. Eine vierte Sorte soll hinzukommen. Sie soll dunkelrot aussehen.

Die Sorte „Pfirsich-Thymian“ schmeckt ziemlich fruchtig – fast wie ein Saft – und würzig. Der Geschmack ist geradezu „zupackend“. Die Sorte ließe sich gut mit Tequila mischen, sagt Groseker. Auch die Sorte „Birne-Ingwer“ kann überzeugen. Ihr ebenfalls fruchtiger Geschmack bekommt durch den Ingwer eine veredelnde, leichte Schärfe. Hinter allen drei Sorten steckt ein Grundrezept. Die pürierte ganze Frucht wird durch Fruchtkräuter oder ein Fruchtgewürz ergänzt. So entstehen Limonaden mit besonderer Note.

Schon vor sechs Jahren begann Jonas Groseker zu experimentieren, erst an Tonic, dann an Limonaden. Dabei stünden zunächst Produktionsplanungen vor den kulinarischen Experimenten. „Man muss als erstes einen Abfüller finden“, sagt Groseker. Das sei schwierig, denn durch den Einsatz von Püree statt Fruchtsäften ändere sich die Dichte der Limonade. Auch die Suche nach Lieferanten für die Rohstoffe sei kompliziert gewesen. „Gegenüber Privatpersonen sind die verschlossener als gegenüber Unternehmen“, so Groseker.

Pro Durchgang lässt Groseker 9000 Flaschen von einem Anbieter in Aurich abfüllen. Das entspricht einem kleinen Lastwagen, sagt er. Einen geeigneten Abfüller in Bremen habe er nicht finden können.

Groseker blickt auf 15 Jahre Gastronomie-Erfahrung zurück, darunter zehn Jahre als Bar-Kellner. Er war Bar-Chef im „Deck 20“ im Landmark-Tower, zurzeit arbeite er in der „gehobenen Gastronomie“. Seit 2010 lebt der Allgäuer in Bremen, betrachtet sich mittlerweile als Wahl-Bremer. „Ich habe hinter dem Bar-Tresen immer gern mit Kräutern und Gewürzen in Getränken experimentiert, ich war nie zu 100 Prozent mit den erhältlichen Limonade-Produkten zufrieden. Ich dachte mir, dass kann ich genauso gut oder sogar besser.“ Ab September will er sich ausschließlich seinem Limonaden-Geschäft widmen. Die Lieblingslimonade seiner Jugend war übrigens „Mirinda“, Geschmacksrichtung „Orange“. „Bei uns zu Hause war Limonade etwas Besonderes, etwas, womit man sich belohnt“, sagt er.

Groseker hat sogar schon eine weitere Geschäftsidee für die ferne Zukunft. „Man könnte die Limonaden auch als Sirup anbieten. Man kann sie dann daheim mischen“, sagt er: „Aber Ideen zu haben, ist einfach. Sie umzusetzen, ist schwierig.“

Eine Limonaden-Flasche mit 0,33 Litern Inhalt kostet im Handel 1,49 Euro. Zu haben ist die Limonade zum Beispiel bei Supermärkten in Neustadt, Hastedt und Horn sowie mehreren Bremer Gastrotomien und auf der Verkaufsplattform „Foodist“. Infos zu „J’s Limonade“ gibt es auch auf Facebook.

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