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NWZonline.de Region Bremen

Konditormeister überrascht mit Olivenöl-Salz-Praline

23.08.2018

Bremen Er hat es schon wieder getan: Der Bremer Konditormeister Nick van Heyningen tüftelt immer wieder an süßen Leckereien. Seit kurzem hat er seine neueste Komposition zuckersüßer Zutaten fertiggestellt. Wobei: Süß trifft es nicht ganz, schließlich verarbeitet der 32-Jährige in seinen Olivenöl-Salz-Pralinen genau das Gegenteil des konventionellen Dickmachers – mit Erfolg.

Anders als sonst, ist van Heyningen die Idee für seine neueste Pralinensorte nicht in der eigenen Küche gekommen. Dieses Mal half ihm ein befreundeter Ladeninhaber. Ansgar Möller, der in Gröpelingen das „Pilgino“ betreibt, dort Pilgerreisen und Zubehör anbietet, probierte während seiner Touren durch Spanien und Portugal eben jene Komposition aus Olivenöl und Salz – gepaart mit Schokolade.

„Geschmeckt haben sie ihm aber nicht, die waren nicht lecker“, berichtet Nick van Heyningen, der sich kurzerhand der Sache annahm. „Also habe ich angefangen, eine Praline zu basteln“, sagt van Heyningen, der im Jahr 2013 seine eigene Konditorei im Industriegebiet in der Nähe der „Waterfront“ in Gröpelingen gründete.

Trotz aller Skepsis, die Praline könne unter Umständen nicht ankommen, merkte der 32-Jährige schnell, dass er den Geschmack seiner Kunden getroffen hatte. „Es läuft wie geschnitten Brot“, sagt van Heyningen, „aktuell ist es die Praline mit der größten Nachfrage.“ Neben der außergewöhnlichen Kombination von süß, salzig und dem nussigen Geschmack des Olivenöls hat das Öl noch einen anderen Vorteil, erklärt der Konditor. Da es die Schmelztemperatur der Schokolade heruntersetze, zergehe die Praline förmlich im Mund. Drei bis vier Versuche brauchte van Heyningen, der aus Kirchlinteln stammt, „dann hat alles recht schnell funktioniert“.

Aktuell „bastelt“ der 32-Jährige an weiteren Kreationen. 41 verschiedene Pralinenvariationen – von der klassischen Tafel über Marzipanbrote und Schokolöffel – finden sich bereits in seinem Lager. In den kommenden Wochen will van Heyningen einen dritten Raum umbauen und so 20 Quadratmeter dazugewinnen. Bis zum Spätherbst muss alles fertig sein. Dann, so der junge Konditor, beginnen wieder die „krassen Monate“. Bis zu 15 Stunden täglich stehe er dann von November bis Dezember in der Küche, überziehe jede einzelne Praline von Hand. 1500 bis 2000 Pralinen entstehen dann pro Schicht. Denn: „Winter ist Schokoladenzeit“, sagt er.

An Schokolade habe ihn schon früh die Vielseitigkeit fasziniert. „Es gibt wenig, was nicht zu Schokolade passt“, sagt van Heyningen. Ob Obstbrände, Wachholder-Liköre, Trockenfrüchte, Gewürze – oder eben Salz und Olivenöl.

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