BREMEN - Rund 50 Erzieherinnen und Sozialarbeiter protestierten am Dienstag vor dem Bremer Rathaus für eine gerechtere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Anlass war die dritte Runde der bundesweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst.

Dabei geht es um eine neue Eingruppierung in den Tarifverträgen. „Verdi“-Gewerkschaftschef Frank Bsirske hatte das bisherige Angebot der Arbeitgeber als „Provokation“ zurückgewiesen. Diese hatten zuletzt eine neue Eingruppierung angeboten, die nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände monatlich bis zu 220 Euro mehr bringen soll. Hintergrund für diese unterschiedliche Bewertung ist der Übergang vom Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) auf den neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) vor vier Jahren. Erzieherinnen verdienen nach Gewerkschaftsangaben bei einer Vollzeitstelle anfangs 1 870 Euro brutto.