BREMEN - Ursprünglich waren 140 Plätze angepeilt. Fast 400 Plätze stehen für Kinder mit einem Rechtsanspruch auf Betreuung bereit.

Von Ralf Sussek

BREMEN - Bremen befindet sich über dem Soll. Zumindest bei der Schaffung von Kindergartenplätzen für die unter Dreijährigen. Diese Bilanz verkündete gestern die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Karin Röpke (SPD). „Deutlich mehr Plätze als geplant“ habe man geschaffen, so die Senatorin – 197 sind es genau. 171 davon gibt es bis zum 1. Oktober, die anderen 26 Anfang des kommenden Jahres.

„Damit haben wir unsere ursprüngliche Planzahl von 140 Plätzen um 57 übertroffen. Ich freue mich über dieses tolle Ergebnis, denn es bringt uns in einem ersten Schritt dem gesteckten Ziel näher, stufenweise bis zum Jahr 2010 eine Versorgungsquote von 20 Prozent zu erreichen.“ Mit den bestehenden 814 Plätzen und den neuen steigt die Versorgungsquote auf 7,2 Prozent. Kosten: Eine Million Euro für dieses Jahr und 3,5 Millionen für das kommende.

Zusätzlich zum Ausbau der „institutionellen Betreuung“ sollen mit den Mitteln pro Jahr 70 Plätze bei so genannten Tagesmüttern geschaffen werden. Weitere 140 institutionelle Plätze und die erwähnten 70 Tagespflegeplätze sollen den Versorgungsgrad erhöhen. Zudem, so der Vorschlag, soll nun ein Schwerpunkt auf stadtteilbezogene Angebote gelegt werden. Die zusätzlichen Plätze werden vorrangig an Kinder vergeben, deren Eltern berufstätig sind oder sich in Aus- und Weiterbildung befinden.

Auch für die Älteren ist das neue Kindergartenjahr problemlos angelaufen: Alle 12 967 angemeldeten drei- bis sechsjährigen Kinder konnten nach Angaben Röpkes in den städtischen Einrichtungen des Eigenbetriebs „KiTa Bremen“, bei den Kirchen, den freien Trägern und Elternvereinen untergebracht werden. 367 nicht besetzte Plätze sind für die Aufnahme von Kindern vorgesehen, die im vierten Quartal drei Jahre alt werden und einen Rechtsanspruch auf eine vierstündige Betreuung haben.

Mehr Infos unter

www.kindertagesbetreuung

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