Bremen - Nach dem Angriff auf den damaligen Bremer AfD-Chef Frank Magnitz vor einem Jahr haben Ermittler auch Ultra-Fans des Fußballclubs Werder Bremen ins Visier genommen. Das bestätigt die Bremer Landesregierung in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion. Magnitz war am 7. Januar 2019 in Bremen hinterrücks von Unbekannten attackiert und zu Boden geworfen worden. Er kam verletzt ins Krankenhaus. Weil kein Täter gefunden wurde, stellte die Staatsanwaltschaft Monate später die Ermittlungen ein.

Es sei in alle Richtungen ermittelt worden, schrieb der Senat. „Es gab unter anderem Ermittlungen in Richtung von Mitgliedern beziehungsweise Anhängern der sogenannten ,Ultra-Szene‘.“

Der Senat bestätigte, dass der Angriff auf Magnitz von der Polizei zunächst als politisch motivierte Kriminalität mit mutmaßlich linkem Hintergrund eingeordnet worden sei. Es habe am 9. Januar ein angebliches Bekennerschreiben auf dem linksgerichteten Internetportal Indymedia gegeben. Der Verdacht auf eine „linksmotivierte Tatbegehung“ habe sich aber weder erhärten noch entkräften lassen.