BREMEN - So kann’s kommen: Der irische Achter, auf der Langstrecke am Sonnabend noch Zeitschnellster, geht über die Sprintdistanz schon im Halbfinale baden. Am Ende bleibt für die siegessicheren Ruderer von der grünen Insel nur Platz drei. Das Männerfinale im „Bremer Achter-Cup“ um das „Blaue Band von Bremen“ gewinnt das U-19-Team des Deutschen Ruderverbands (DRV).
Doch eigentlich sind die Ergebnisse zweitrangig. Der „Achter-Cup“ ist ein Spektakel, ein Familienfest, das am Sonntag wieder weit über Tausend Bremer Besucher ans Weserufer und vor allem auf die Teerhofbrücke lockt. Die Schlachte entpuppt sich erneut als Publikumsmagnet. Und auch als Ruderarena ist das Weserufer eine perfekte Adresse. „Wir sind hier mitten in der Stadt“, sagt der Pressesprecher des DRV, Oliver Palme, „das ist Werbung für den Rudersport.“
Wind und Regen gibt’s nur bei den Vorläufen für die über 20 Achter und die zahlreichen Drachenboote, die für eine bunte Atmosphäre beim „Achter-Cup“ sorgen.
Nahezu alle Altersklassen sind vertreten. Viel Spaß, gespickt mit Hochleistungssport. Eine Mischung, die ankommt. „Die Kulisse und die Rennstrecke sind einmalig“, sagt Organisator Sebastian Franke, einst selbst Weltklasseruderer und einmal auch Weltmeister.
Pech für den „Achter-Cup“, das er so starke Konkurrenz hat. Das Nachwuchsteam des DRV holt das „Blaue Band“, setzt sich im Finale über die 400-Meter-Strecke zwischen Kaisen-Brücke und MS „Kaiser Friedrich“ knapp gegen den „London Rowing Club“ durch, der wiederum im Halbfinale die favorisierten Iren mit Olympiateilnehmer Cathal Moynihan im Boot in die Schranken weist. Auch das DRV-Boot erreicht den Endlauf nur mit hauchdünnem Vorsprung vor der deutschen Konkurrenz vom Stützpunkt Ratzeburg.
Bei den Senioren schlagen die Bremer Lokalmatadoren die Wikinger aus Norwegen. Der Achter der Jacobs University Bremen setzt sich gegen die Managementschule aus Koblenz durch. Bei den Drachenbooten gewinnen die „Wellenbrecher“.
