BREMEN - „Wir wollen Bremern und Bremen-Besuchern zeigen, was für eine maritime Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wir haben“, sagt Dr. Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der City-Initiative. Aus diesem Grund präsentiere die Innenstadt „Bremen Maritim“. Sicher ist es auch ein Spiel mit gewachsenen Strukturen und Stärken, wie es sie andernorts nicht geben kann.
Während ein Schaufensterwettbewerb zu „Bremen Maritim“ schon begonnen hat, folgen in der nächsten Woche – vom 22. bis 27. September – etliche Veranstaltungen. Bremens maritime Bezüge, so eine der Thesen, sind vielen Menschen gar nicht so recht bewusst. Halves nennt ein Beispiel: „Wir waren erstaunt, wie viele Reedereien es in Bremen gibt.“ Es sind etwa 40. Bremen ist nach Hamburg der zweitgrößte Reedereistandort in Deutschland.
Das Programm vom „Bremen Maritim“ bezahlt zu 80 Prozent die Europäische Union aus ihrem Fonds für regionale Entwicklung. Den Rest tragen die Innenstadt-Kaufleute. Die Schwerpunkte in der nächsten Woche bilden Vorträge etwa über Navigation, Piraterie und Frachtrecht.
Ein Beispiel: Um die Geschichte von Bremer Kaufleuten und Reedern geht es an Bord der „Friedrich“ am Montag, 22. September ab 20 Uhr. Es spricht Volkshochschul-Kursleiter Dr. Horst Rößler. Ebenfalls locken Stadtführungen, die bei täglichen Rundgängen durch Bremens maritime Geschichte den Horizont erweitern. So etwa bei „Die Hanse für Kinder“ am Sonnabend, 27. September, 14.30 Uhr (Treff: Stadtmusikanten).
Auch maritime Filme im Atlantis (Böttcherstraße) mit thematisch passenden Vorträgen gibt es zu erleben. Am Dienstag, 23. September, spricht beispielsweise um 18 Uhr ein U-Boot-Experte von Atlas Elektronik beim „Boot“.
Und es gibt noch mehr: Besichtigungen bei den Seenotrettern (DGzRS) und beim Wasser- und Schifffahrtsamt. Eine Schiffsparade auf der Weser ist das Finale von „Bremen Maritim“ am Sonnabend, 27. September, 17 Uhr. Ebenfalls an diesem Tag: „Maritimer Markt“ in der Innenstadt (10 bis 18 Uhr) und „Open Ship“ an der Schlachte. Von 11 bis 16.30 Uhr können Besucher dort Schiffe besichtigen – so unter anderem ein Feuerlöschboot und das Arbeitsschiff „Dreye“ vom Wasser- und Schifffahrtsamt, ein Polizeischiff und ein Zollboot. Parallel läuft der Kajenmarkt.
