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Fest Gelungene Vernetzung im „Viertel“

Nina Seegers

BREMEN - Netzkunst, Netzmusik, Netzenergie, Einkaufsnetz – das diesjährige Viertelfest-Motto „Intelligente Netze“ haben alle beteiligten Künstler und Veranstalter des Viertelfestes vielfältig und originell umgesetzt.

Vor dem Theater – auf dem Goetheplatz – war schon zur Eröffnung ein großes Netz aus Bindfäden entstanden. Organisatorin Frauke Wilhelm, die Bremens größtes Straßenfest mit Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) eröffnete, forderte alle Besucher auf, am Spinnen des Netzes teilzuhaben – und warf vom Balkon des Goethe-Theaters Wollknäuel in die Menge.

Virtuelle Vernetzung

Im Eingangsbereich des Bremer Theaters konnten sich die Zuschauer derweil innerhalb der Videoinstallation „Update (zo2)“ virtuell vernetzen. In der interaktiven Installation der Künstlerin Vera Doerk wurden die Konturen der Besucher erfasst, ihre Bilder auf zeitlich und räumlich getrennten Bildebenen wiedergegeben und Konturpunkte durch komplexe Netzstrukturen verwoben.

Knotenpunkt und absoluter Hingucker des Viertelfestes war eine Straßenbahn an der Sielwall-Kreuzung, der die Künstlerin Cordula Prieser ein übergroßes Strickkleid verpasst hatte, um sie so mit den umliegenden Häusern zu vernetzen. Nach Einbruch der Dunkelheit beeindruckten vor allem die Videoprojektionen an den umliegenden Häusern.

Ebenfalls großer Beliebtheit erfreute sich die begehbare Lichtskulptur des Künstlers Christian Hauer auf der Wallwiese: Das Kunstwerk in Form eines Meteoriten enthielt ein Netz aus alternativen Energieerzeugungssystemen (Sonnenkollektoren, Windkraft), mit denen Strom direkt vor Ort erzeugt wurde. Für Sonntag hatten dort der Beirat Mitte und die Naturschutzorganisation BUND zu einer Ideenschmiede rund um das Thema „Erneuerbare Energien“ eingeladen.

50 Bands an drei Tagen

Musikalisch ging es ebenfalls heiß her. Etwa 50 Bands rockten an den drei Tagen das Viertelfest. Passend zum Länderschwerpunkt Belgien („Plezier België“) sorgte vor allem die Funkenmariechen-Band „Les Vedettes“ aus Brüssel für beste Unterhaltung. Die achtköpfige Frauenband beeindruckte durch ihre verrückten Outfits, sondern brachte die Masse mit ihrem Rock‘n‘Roll zum Tanzen.

Organisatorin Frauke Wilhelm, die das Viertelfest bereits seit fünf Jahren betreut, zeigte sich in ihrer Schlussbilanz trotz des Wetters überaus begeistert: „Wir sind total glücklich. Pünktlich zur Eröffnung hörte es auf zu regnen.“ Der eine oder andere Schauer zwischendurch tat der Feierlaune der Bremer keinen Abbruch.

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