Bremen - Der Brand in einem Kriechkeller am Klinikum Mitte am Dienstagmittag war nicht Folge von Bagger-, sondern von Bohrarbeiten in einer Baugrube. Das berichtete am Mittwoch ein Sprecher der Klinik-Gesellschaft Gesundheit Nord (Geno). Wegen des Feuers im Keller und der starken Rauchentwicklung waren die Notaufnahme und ein Operationssaal geschlossen worden. Es folgte ein Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungskräfte. Niemand wurde verletzt, Gefahr für Patienten und Mitarbeiter habe nicht bestanden, hieß es.
Die gesperrte Notaufnahme des Klinikums Mitte nahm am Dienstag gegen 20 Uhr wieder den Normalbetrieb auf, berichtete Geno-Sprecher Rolf Schlüter. Der geschlossene Operationssaal wird seit Mittwoch wieder genutzt.
An dem Großeinsatz waren Feuerwehr, Freiwillige Feuerwehren und der gesamte stadtbremische Rettungsdienst beteiligt. Insgesamt waren nach aktuellen Angaben der Feuerwehr 90 Fahrzeuge und 250 Kräfte im Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden zehn Patienten vorsorglich von der Station „Innere Medizin II“ in andere Krankenhausteile verlegt, so Schlüter.
Über den Kriechkeller, der Gebäude verbindet, war es den Angaben zufolge in mehreren Etagen und Gebäuden zu Rauchentwicklung gekommen. Notaufnahme, Operationssaal und Patientenbereiche des großen Klinikums an der St.-Jürgen-Straße ließen sich laut Feuerwehr schnell sichern und durch Lüftung vom Qualm befreien.
Bei den Bohrarbeiten in der Baugrube wurde offenbar nicht, wie zunächst angenommen, ein 10 000-Volt-Kabel beschädigt, sondern lediglich die Isolierung eines Kabels. Es kam zu einem Kabelbrand. Schlüter: „Das geschah bei einer Bohrung für einen Kanal unter dem Gebäude hindurch. Bestehende Leitungskabel wurden nicht beschädigt.“ Es sei nur ein geringer Schaden entstanden, so Schlüter. Zahlen kann er noch nicht nennen .
„Wir haben die ruhige Nacht genutzt, um alles wieder für den Normalbetrieb herzurichten“, erklärte Schlüter und lobte die Krankenhaus-Direktorin Daniela Wendorff und Feuerwehrchef Karl-Heinz Knorr für „die umsichtige Einsatzleitung und die richtigen Maßnahmen“.
