BREMEN - Der Holzbildhauer Klaus Effern hat am Dienstag das erste mit 12 000 Euro dotierte Künstlerstipendium der Bremischen Evangelischen Kirche bekommen. Die Kirchenpräsidentin Brigitte Boehme übergab die Förderurkunde am Dienstag im Atelier Efferns am Bremer Neustadtsbahnhof. Das Stipendium läuft bis Ende Januar 2012.
Bis dahin will sich der 1967 im bayerischen Siegsdorf geborene Künstler unter dem Thema „Verspottung“ mit Kreuzigungsszenen alter Meister auseinandersetzen und eine Figurengruppe erarbeiten.
Der künstlerische Zyklus soll dann in Kirchen gezeigt werden. Efferns Figuren entstehen aus rohen und von ihm bereits geschnitzten Hölzern, die jeweils in unterschiedlichem Zustand montiert und danach weiter bearbeitet werden.
Seine überlebensgroßen Plastiken waren bereits in der evangelischen Kulturkirche St. Stephani und im Paula-Modersohn-Becker-Museum in der Böttcherstraße zu sehen. Er studierte an der Hochschule für Künste in Bremen und arbeitete unter anderem mit jugendlichen Strafgefangenen.
Effern setzte sich unter insgesamt 109 Künstler durch, die Wettbewerbsbeiträgen einreichten. Die Bewerbungen kamen aus allen Richtungen der bildenden Künste, sagte eine Kirchensprecherin. Mit dem Stipendium wolle die Kirche zur künstlerischen Auseinandersetzung mit religiösen Themen anregen, sagte Bremens Kulturpastor Achim Kunze.
Für die Zeit nach Effern soll erneut ein Stipendium ausgeschrieben werden, das sich wie jetzt auch an bildende Künstler aus Bremen und dem Umland wendet.
